DRK-Bereitschaft Rhoden wieder aktiv

Helfer vort Ort ergänzen Rettungsdienst

Diemelstadt-Rhoden - Die Diemelstadt hat wieder eine aktive DRK-Bereitschaft. Im vergangenen Juli haben die bisher zwölf Mitglieder den Sanitäts- und Betreuungsdienst in Rhoden aufgenommen.

„Rhoden ist eine Neugründung neben der schon bestehenden, aber nicht mehr aktiven Bereitschaft in Wethen“, erklärte Bereitschaftsleiter Jörg Zörb. Im Bereich des Kreisverbands Korbach-Bad Arolsen gibt es somit wieder sechs aktive DRK-Bereitschaften. Zörb, im Hauptberuf Rettungssanitäter beim Roten Kreuz, hat den Aufbau der Gruppe und die Bereitschaftsleitung gemeinsam mit Ingo Wittenborn übernommen. Dritter im Bunde ist Ausbilder Jens Schäfer, der sich ehrenamtlich im DRK engagiert. „Alle Mitglieder werden aktiv im Sanitätsdienst ausgebildet“, betont Schäfer, der die ersten Sanitätshelfer in Rhoden bereits im vergangenen Mai ausgebildet hat. Für kommenden Herbst ist ein weiterer Lehrgang vorgesehen, bei dem sich alle Interessierten zum Sanitätshelfer ausbilden lassen können. Sämtliche Ausbildungskosten, die sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanzieren, trägt der DRK-Kreisverband. Dass sowohl Bereitschaftsabende als auch Lehrgänge im Rhoder Feuerwehrstützpunkt stattfinden, ist kein Zufall. Die ehrenamtlichen Brandschützer verstärken die Mitglieder der neuen DRK-Bereitschaft nämlich beim neu eingeführten System des „Helfer vor Ort“. Insgesamt neun „Helfer vor Ort“ von freiwilliger Feuerwehr und DRK-Bereitschaft haben zu Beginn des Monats ehrenamtlich ihren Dienst aufgenommen. Als eine Art „Überbrückung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes“ beschreibt Gerd Brückmann, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Korbach-Bad Arolsen, die Aufgaben der Helfer. Diese werden über die Leitstelle parallel mit dem Rettungsdienst in Bad Arolsen alarmiert, sind jedoch mit ihrem Einsatzfahrzeug einige Minuten früher am Einsatzort, um die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungswagens leisten zu können. Neben Rhoden werden die Ortsteile Ammenhausen, Dehausen, Wrexen und Wethen vom „Helfer vor Ort“ abgedeckt. Dieses System habe man vor allem in Randgebieten etabliert, wo der Rettungswagen unter Umständen nicht unter den im hessischen Rettungsdienstgesetz vorgeschriebenen zehn Minuten eintreffen könne, erklärt Brückmann dazu. Im Raum Lichtenfels und Vöhl beispielsweise seien damit gute Erfahrungen gemacht worden. Auch in Rhoden kamen die „Helfer vor Ort“ bereits zum Einsatz: bei einem Verkehrsunfall und bei dem Unglück am Viehmarktsfreitag, als ein achtjähriges Mädchen aus einem Fahrgeschäft stürzte. „Zwei Feuerwehrkameraden waren schon auf dem Platz“, hebt Kreisbereitschaftsleiter Michael Bradtke die im Zweifelsfall lebensrettenden Vorteile des neu eingeführten Systems hervor. Übrigens hat seit Juli auch das Jugend-Rotkreuz in Rhoden Einzug gehalten. Die Gruppe wird von Yvonne Schmidt und Annika Drotleff geleitet, besteht aus bisher vier Mitgliedern und trifft sich jeden Dienstag um 17.30 Uhr im Feuerwehrstützpunkt. Willkommen sind Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis achtzehn Jahren, die Interesse daran haben, in die Aufgabenbereiche des Roten Kreuzes „hineinzuschnuppern“ und beispielsweise die Grundlagen der Ersten Hilfe kennen zu lernen. Erwachsene, die sich für eine Mitgliedschaft bei der DRK-Bereitschaft interessieren und/oder einen Sanitätslehrgang absolvieren möchten, empfiehlt Jörg Zörb, einfach mal einen Bereitschaftsabend zu besuchen. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 26. September, um 19.30 Uhr im Feuerwehrstützpunkt Rhoden statt. Die Bereitschaftsleiter geben auch telefonisch Auskunft unter Telefon 05631/9592437 (Jörg Zörb) oder 05631/9592438 (Ingo Wittenborn).Weitere Infos im Internet unter www.drk-korbach.de (sim)

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