Pfarrer Beuthert bei Festgottesdienst in sein Amt als WDS-Vorsteher eingeführt

Ort der Herausforderung und Wärme

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Die Abkündigung war schon Sache des neuen Pfarrers im Waldeckschen Diakonissenhaus. Den Festgottesdienst zur Einführung von Oswald Beuthert gestalteten (von links) Pfarrer Gerd Bechtel, Probst Helmut Wöllenstein und Wilfried Höhle (kaufmännischer Vorstand

Bad Arolsen - Lob und Dank vor getaner Arbeit? Bei der Einführung von Pfarrer Oswald Beuthert als Vorsteher des Waldeckschen Diakonissenhauses war das angebracht, wie Probst Helmut Wöllenstein im Festgottesdienst im Helenenheim deutlich machte.

Grund zum Danken gebe es reichlich, betonte Probst Wöllenstein, bevor er Beuthert zum theologischen Vorstand des Waldeckschen Diakonissenhauses Sophienheim (WDS) ernannte und die Urkunde des Bischofs verlas.

Dank dafür, dass Beuthert mit 47 Jahren als erfahrener und doch noch unternehmungslustiger Theologe dieses Amt übernimmt.

Dank auch dafür, dass ihm die Diakonie so sehr am Herzen liegt, dass er mit einem Masterstudiengang nun bestens für die Aufgabe im WDS gerüstet sei - sowohl theologisch als auch betriebswirtschaftlich.

Dass dieses Rüstzeug nötig ist, bestätigte Oswald Beuthert als Nachfolger von Pfarrer Horst Rühl, indem er die ersten Eindrücke nach drei Monaten des Kennenlernens schilderte:

Da sei zu allererst der Anspruch der Diakonie im ureigenen Sinn: nämlich in seinem Nächsten Jesus Christus zu erkennen und ihm zu helfen. „Ein Anspruch, dem ich mich stellen will, auch wenn ich weiß, dass ich ihm nicht gerecht werde.“ Doch dieser Anspruch gelte nicht nur für ihn, so Beuthert, sondern für das WDS als Einrichtung und auch für die gesamte Gesellschaft.

Denn auch das sei eine wichtige Erkenntnis: dass der finan­zielle Aspekt eine mehr als wichtige Rolle spiele und dass die Gesellschaft nicht unbedingt gewillt sei, das nötige Geld zur Verfügung zu stellen.

Dennoch müsse die bedingungslose Zuwendung von Mensch zu Mensch gerade da möglich sein, wo Hilfe nötig ist - „eine der größten Aufgaben der Zukunft“, wie Oswald Beuthert sagte.

In dieser Herausforderung liege aber auch etwas Wärmendes, Zufriedenstellendes und Heilsames, denn in den Begegnungen mit Menschen, die Hilfe brauchen, komme Gott auch den Helfenden in Jesus ganz nah. „Ich freue mich darauf, da arbeiten zu dürfen, wo Menschen sich dieser Herausforderungen stellen“, schloss der neue theologische Vorsteher.

Worte aus der Bibel lasen gemeinsam Wilfried Höhle (kaufmännischer Vorstand im Diakonissenhaus), Landes-Diako­niepfarrer Horst Rühl und Propst Helmut Wöllenstein, bevor sie Oswald Beuthert mit dem Segen Gottes in sein Amt einführten.

Die Kantorei Bad Arolsen unter der Leitung von Jan Knobbe gestaltete den Gottesdienst im Foyer des Helenenheims musikalisch. Mitarbeiter, Bewohner des Hauses und geladene Gäste feierten mit und nahmen auf allen Etagen der Rotunde am Gottesdienst teil. (du)

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