Auf dem Hof Meier stehen vier Kühe mit mehr als 100 000 Liter Lebensleistung

Hier herrscht Kuhkomfort

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Drei 100.000-Liter-Kühe, eine 125.000-Liter-Kuh und eine Europa-Kuh auf dem Hof Meier in Wetterburg gefeiert. V.l.: Nicholas Meier mit der Kuh Liane, Claudia und Bernd Meier mit der Kuh Lisbeth, Louisa Schwarz mit Kuh Erja, Karl-Friedrich Meier, Franziska Hensche mit Kuh Tabaluga und Emily Meier mit Europa-Kuh Britta. 

Wetterburg. Es gibt nicht viele Landwirte in Hessen, die aktuell eine 100 000-Liter-Kuh im Stall stehen haben. Die Wetterburger Landwirte Bernd und Karl-Friedrich Meier haben gleich drei davon, außerdem eine 125 000-Liter-Kuh und obendrein noch Europa-Kuh, die als eine von fünf deutschen Kühen die rot-bunten-Holsteiner bei der Europa-Schau in Colmar repräsentieren durfte.

Die beiden Züchter sprechen bescheiden von „Zufall“. Insider wissen aber, dass eine Menge Faktoren zusammenspielen müssen, damit eine Kuh gesund bleibt und lange lebt, um so viel Milch zu geben, dass man damit 100 000 Tetra-Packs füllen kann. Auf dem Hof Meier scheint alles zu passen. Die Kühen fühlen sich wohl, es herrscht Kuhkomfort, wie die Tierzuchtberater sagen.

 Zuchtleiter Jost Grünhaupt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen lobte bei der der Übergabe der Ehrenurkunden an die beiden Züchter die über viele Jahre hinweg nachweisbare gute Qualität der Züchtung: Mütter und Großmütter der jetzt ausgezeichneten Kühe seien sämtlich mit mehr 85 Punkten bewertet gewesen. Das sah Grünhaupt auch als Beweis für die alte Weisheit: Züchten heißt arbeiten in Generationen.

Auf dem Hof Meier werde offenbar den Kühen ein Höchstmaß an Betreuung und Unterstützung zuteil. Die Tiere seien hier mehr als nur eine Nummer. Und wenn die Kühe schwächelten, werde ihnen auch mal eine Kur gegönnt. Bernd Meier stellte bescheiden fest: „Wir haben nur unsere Arbeit gemacht. Wenn die Preise besser wären, hätten wir auch mehr Grund zum Feiern. Wir machen trotzdem weiter und denken dabei an unsere Kinder.“

Eindeutig bekannte Meier: „Es wird ja in der Öffentlichkeit immer so viel über Bio gesprochen. Unsere Kühe gelten nicht als bio und stehen trotzdem jeden Tag auf der Weide.“ Im Namen der Rinderzüchter Waldecks bescheinigte Martin Schäfer aus Rattlar seinen Wetterburger berufskollegen „einen unheimlich guten Lauf“. Im Namen der Kreisgruppe des Verbands für Leistung und Qualitätsprüfung in der Tierzucht gratulierte Reinhard Bürger-Grebe aus Helmscheid.

Hintergrund:

Bernd und Karl-Friedrich Meier bewirtschaften in Wetterburg 100 Hektar Land. In ihren Ställen stehen 120 rot- und schwarz-bunte Holsteiner und Jersey-Kühe. Dazu kommt die komplette Nachzucht. Die Züchter verkaufen pro Jahr zehn bis 15 Zuchtbullen. Ausgezeichnet wurden jetzt die 125 000-Liter Kuh Tabaluga, eine 2001 geborene Blackred RF-Rochter aus Thea. Ebenfalls gewürdigt: Die 100 000-Liter-Kühe Erja, eine 2004 geborene Boliant-Tochter aus Eruna, Liane, eine 2002 geborene Rubens RF-Tochter aus Liliput, Lisbeth, eine 2002 geborene Reno-Tochter aus Lara. (es)

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