Larissa Flamme aus Kohlgrund absolviert Freiwilliges Soziales Jahr in Namibia

Hilfe für Kinder und Mütter

Bad Arolsen-Kohlgrund - Einmal um die halbe Welt reist Larissa Flamme nach ihrem Abitur: Für ein Jahr wird die Kohlgrunderin ein Freiwilliges Soziales Jahr in Namibia ableisten, und sie bittet um Spenden für den Aufenthalt.

Bad Arolsen - Kohlgrund (ah). Die 18-Jährige möchte die Zeit zwischen der Schule und dem Beginn des Studiums nutzen, um in der 20 000 Einwohner zählenden Stadt Tsumeb in Namibia in einem SOS-Kinderdorf ehrenamtlich zu arbeiten. Dabei unterstützt sie mit weiteren Freiwilligen die SOS-Kinderdorf-Mütter in einer Schule, die von der Hilfsorganisation zusammen mit zehn Wohnhäusern für etwa 100 Kinder errichtet wurde. Zudem wird Larissa Flamme in einem Kindergarten mit ebenfalls 100 Plätzen tätig werden, den auch Kinder der Stadt Tsumeb besuchen können. Neben der Arbeit der Kinderdorf-Mütter unterstützen die Freiwilligen die Kinder direkt bei den Hausaufgaben. Die Kohlgrunderin wird mit drei weiteren Mädchen aus Kassel und süddeutschen Städten in Tsumeb für Hilfsprojekte arbeiten, zwei davon direkt beim Kinderdorf. Untergebracht sind die Helferinnen in der Stadt. Erfahrungen im Umgang mit Kindern hat Larissa Flamme bei einem Praktikum im Helser Kindergarten gemacht. Erfahrungen mit dem selbstständigen Leben in einem unbekannten Land, mit einer fremden Kultur und 12 000 Kilometer von der Heimat entfernt wird die junge Frau ab Mitte August reichlich sammeln können. Aufgeregt wirkt sie derzeit nicht, naturgemäß machen sich die Eltern ihre Gedanken: Per Skype
oder E-Mail werden sie zu der Tochter Kontakt halten, die ihre 24 Tage Urlaub in Namibia etwa zu Exkursionen zum Etoscha-Nationalpark nutzen wird. Das von Wüsten und Savannen landschaftlich geprägte Land ist doppelt so groß wie Deutschland, mit 2,182 Millionen Menschen aber deutlich dünner besiedelt. Bei einer Informationsveranstaltung für Abiturienten ist Larissa auf die Organisation Volunta aufmerksam, die zum DRK gehört und Freiwillige in alle Teile der Welt vermittelt. Wohin sie gehen würde, sagt Larissa, sei ihr nicht so wichtig gewesen. Nur wollte sie sich gerne sozial engagieren und eine fremde Kultur kennenlernen. So richtig lange war sie bisher im Ausland nicht. Mit den Eltern ein paar Wochen in den Ferien und über die Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen immerhin drei Wochen in den USA. Von der Partnerschule in Belleville (US-Staat Wisconsin) ging es auf Rundreise durch Amerika. Neben ihrer Mitwirkung in den CRS-Chören war es für sie auch selbstverständlich, bei Veranstaltungen im Dorf mitzuhelfen – so weit die schulische Belastung das zuließ. Später, nach dem FSJ, will Larissa Flamme ein Studium für das Lehramt an Grundschulen aufnehmen. In Namibia wird sie viele Erfahrungen bereits im Umgang mit Schülern machen, die ihr bei der beruflichen Tätigkeit nutzen können. Zwar wird der Jugendfreiwilligendienst vom Bund gefördert, doch bleiben noch einige Kosten für die Freiwilligen zu finanzieren: 365 Euro sind es im Monat. Und Larissa Flamme hofft, durch Spenden wenigstens einen Teil aufbringen zu können. Sie wird zu den Geldgebern Kontakt halten und hat schon zu einer Informationsveranstaltung im Anschluss an das Jahr in Namibia eingeladen.Spenden, für die auch Bescheinigungen fürs Finanzamt ausgestellt werden können, werden erbeten auf das Spendenkonto 1616 der „DRK in Hessen Volunta gGmbH“ bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 55020500, Verwendungszweck: Spende Volunta IFG, Larissa Flamme.

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