Tinnitus-Symposium mit 300 Teilnehmern

Hilfe bei quälenden Geräuschen

Bad Arolsen - Es ist das nervende Innenohrgeräusch, das sie verbindet: Therapeuten, Ärzte und Psychologen sowie Betroffene trafen sich zum Tinnitus-Symposium der Schön Klinik Bad Arolsen. Mit 300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet war die zweitägige Tagung sehr gut besucht, wie Pressesprecherin Jana Meyer berichtet. Allein die Deutsche Tinnitusliga, die ihre Jahreshauptversammlung abhielt, war mit 100 Personen vertreten.

Mit der komplexen Materie, bei der Innenohrgeräusche im Zusammenhang mit Stress, Depressionen und Burn-out betrachtet werden, befassten sich Fachleute der Schön Kliniken, der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL), des Tinnitus-Zentrums an der Charité in Berlin und der Tinnitusklinik Dr. Hesse in Bad Arolsen. Die Fachleute schätzen die Zahl der Tinnitus-Betroffenen auf drei Millionen Menschen, eine Million von ihnen leidet besonders stark unter dieser Störung. Inwieweit psychische Belastungen Ursache oder Folge sind, ist ein Thema der Experten gewesen. Schließlich ging es um Hörtherapien, die Verbesserung der Lebensqualität durch Sport und die Auswirkungen von Tinnitus und damit verbundene Störungen auf die sozialen Beziehungen der Betroffenen. In Deutschland sei Pionierarbeit in Sachen Tinnitus geleistet worden, sind sich die Fachleute einig. Zudem sei die Therapie gut organisiert. Als einen der Pioniere bei Behandlung und Erforschung des Tinnitus zeichnete Prof. Dr. Gerhard Goebel, Vizepräsident der DTL, den Arolser Dr. Gerhard Hesse mit der Ehrenmitgliedschaft in dem Verband aus.Das Symposium bot auch einen kulturellen Höhepunkt: Der aus Arolsen stammende Schauspieler Gerhard Piske begeisterte die Besucher mit seinem Heinz-Erhardt-Abend, präsentiert vom BAC-Theater. Dabei konnte auch der heilsame Aspekt des Lachens erprobt werden. (ah)

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