Hochkonjunktur beschert volle Auftragsbücher

Handwerk profitiert von Kauflaune

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Handwerkskammer Kassel stellt Ergebnsise ihrer Konjunkturumfrage vor. V.l. Kreishandwerksmeister Karl-heinz Göbel aus Elleringhausen, Kreisgeschäftsführer Gerhard Brühl, Handwerkspräsident Heinrich Gringel und der Obermeister der Elektroinnung Waldeck-Frankenberg, Jörg Engelhard. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen. Das Handwerk in Nord-, Ost- und Mittelhessen ist beflügelt von der Kauflaune in der Region: Bei der aktuellen Konjunkturumfrage äußerten sich 84,5 Prozent der befragten Betriebe sehr optimistisch was die Aussichten für die kommenden drei Monate betrifft.

Die Auftragsbücher sind proppevoll und bilden ein Polster für durchschnittlich sieben Wochen. So gut wie im Moment war die Stimmung im Handwerk nicht mehr seit dem Fall des Eisernen Vorhangs. Nur im Bauhauptgewerbe und im Kfz-Handwerk ist die Lage weniger gut.

Der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel, stellte den aktuellen Konjunkturbericht in den Räumen der Firma Elektro Engelhard in Mengeringhausen vor.

Der private Konsum laufe gut, obwohl es die angekündigte Absetzbarkeit der energetischen Sanierung nun doch nicht geben werde. Offenbar veranlasse die Niedrigzinspolitik viele Hausbesitzer zu Investitionen in ihre Immobilien, so Gringel. Davon profitiere das Ausbau-Handwerk. Öffentliche Investitionen blieben jedoch angesichts der der verordneten Sparpolitik aus. Darunter leide vor allem das Bauhauptgewerbe. Der Hoch- und der Tiefbau hätten es schwer, an öffentliche Aufträge zu kommen.

Der private Hausbau werde von Familien- und Nachbarschaftshilfe geprägt. Gegen die organisierte Schwarzarbeit am Bau werde von den Behörden nicht genug unternommen.

Schulabgängern raten die Handwerksmeister zu einer Karriere im Handwerk. Der Anteil der Abiturienten unter den Auszubildenden ist inzwischen auf zehn Prozent gestiegen. Auch viele Studienabbrecher klopfen bei Handwerksbetrieben an.

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