Bad Arolser FWG-Stadtrat erklärt Rücktritt

Udo Hoffmann kehrt Politik den Rücken

Bad Arolsen - Der FWG-Stadtrat Udo Hoffmann hat seinen Rücktritt als Stadtrat und als Mitglied in den Aufsichtsräten der städtischen Gesellschaften BAK und BEP sowie als Stellvertreter in der EWF-Vertreterversammlung erklärt.

Ein Wechsel zur Mitte der Legislaturperiode war mit der FDP abgesprochen worden, um beiden kleinen Fraktionen Mitsprache im Magistrat zu ermöglichen. Werner Mirk soll für die FDP in den Magistrat einziehen. Dennoch überraschen der Zeitpunkt und die Begleitumstände: In einem Schreiben an die Stadtverordneten und an die Waldeckische Landeszeitung erklärt Hoffmann, dass er sich komplett aus der kommunalen Politik zurückziehe und zudem sein bürgerschaftliches Engagement beende: „Ich werde mich zukünftig anderen Aufgaben zu widmen wissen und stelle hierfür meine persönliche völlige Unabhängigkeit her.“ Weiter schreibt der pensionierte Bundeswehroffizier, er habe sich entgegen gut gemeinten Ratschlägen über Jahre in der Kommunalpolitik engagiert. Wohlgefühlt habe er sich dabei nicht immer: „Ich war mir stets bewusst, dass ich dort nicht hingehöre, weil kons­truktive Kritik, Wahrheit, Klarheit, das Aufzeigen von Konsequenzen, das Treffen von Entscheidungen und das Übernehmen von Verantwortung gerade im politischen Raum nicht immer populär sind, aber meines Erachtens im Sinne der Sache notwendig.“ Hoffmann hatte Bürgermeister Jürgen van der Horst aktiv in dessen Wahlkampf mit Rat und Tat unterstützt. Im Kommunalwahlkampf hatte die FWG, die bis dahin besonders stark in Mengeringhausen vertreten war, massiv Stimmen und Sitze an die neue Bürgerliste verloren. Als Grund darf vermutet werden, dass die FWG Mengeringhausen in der Frage um dem geplanten Windpark im Stadtwald gespalten war. Die FWG ist nur noch mit zwei Sitzen im Stadtparlament vertreten. Den Sitz im Magistrat errang die FWG nur durch eine Absprache mit der FDP.In jüngster Zeit waren keine nennenswerten Streitigkeiten im Stadtparlament hochgekocht oder aus der FWG nach außen getreten. Daher kommt Hoffmanns Abrechnung per Brief für die meisten überraschend.(es)

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