Volkmarsen: „Gewerbeflächen am Wetterweg“

Hoffnungen in Investor gesetzt

Volkmarsen - Die Mehrheit im Stadtparlament hat der Änderung des Flächennutzungsplanes „Gewerbeflächen am Wetterweg“ zugestimmt. Damit soll der Bau weiterer Logistikgebäude ermöglicht werden.

Der bisherige Investor habe Interesse, erklärte Bürgermeister Hartmut Linnekugel auf Nachfrage von Bruno Kramer (SPD). Konkrete Aussagen seien Mitte des Jahres zu erwarten.

Ablehnend steht die Unabhängige Liste der Änderung gegenüber. „Ich kann mit der Realität nicht die Mär von vielen neuen Arbeitsplätzen vereinbaren“, erklärte UL-Sprecher Arno Walprecht. Zudem sei bisher noch kein einziger Waggon über das neue Gleis zu der bestehenden Logistikhalle gerollt. Und nun sollten noch zwei weitere Anschlüsse geschaffen werden. „Es würde mich freuen, wenn viele neue Arbeitsplätze entständen“, sagte er. Doch für eine weitere große Halle sei es zu wenig, was momentan geboten werde. Walprecht sprach von 20 Mitarbeitern und äußerte die Vermutung, dass auch Leiharbeiter im Einsatz seien.

Dem widersprach Bürgermeister Linnekugel jedoch und wies die Erklärungen von Walprecht als nicht sachgerecht zurück. Er verwies auf die Erklärung des Betreibers Rudolph Logistik, wonach die Anzahl der Mitarbeiter langsam gesteigert werden solle. Derzeit seien 25 Mitarbeiter beschäftigt, Rudolph beschäftige keinen Zeitarbeiter.

Dass das Gleis nicht genutzt werde, liege an der Bahn-Tochter Schenker: „Sie glauben doch wohl nicht, dass ein Investor 1,1 Millionen Euro für einen Bahnanschluss ausgibt, um ihn dann nicht zu nutzen“, argumentierte Linnekugel. Zudem ist nur ein weiterer Gleisanschluss für die zweite Halle vorgesehen.

Auf das „Prinzip Hoffnung“ baut Thomas Neutze (FDP). Die Aussichten für das Projekt seien gut, bekräftigte er. Die von Walprecht zitierten Aussagen aus einem Einspruch gegen das gesamte Logistik-Vorhaben wies er zurück. Die Stellungnahme im Rahmen des Planänderungsverfahrens enthält die Behauptung, wonach Flächen weit unter Wert „verschleudert“ würden und kein nachhaltiges Wirtschaften erkennbar sei.

Er sei zwar „mit dem, wie es jetzt ist, nicht zufrieden“, räumte Klaus Teppe (FWG) ein. Doch er glaube, dass es besser werde. Alle hätten bisher die Entwicklung des Gewerbegebietes begleitet, und nach wie vor bestehe die berechtigte Hoffnung, dass es positiv weitergehe. (ah)

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