Rhoder Stadthalle: Zweiter Sanierungsabschnitt hat begonnen

Holzbelag oder Steinfliesen ?

- Die Stadthalle in Rhoden ist derzeit wohl die größte Baustelle in der Diemelstadt. Für rund 900 000 Euro lässt die Stadt hier im zweiten Bauabschnitt der seit langem geplanten Sanierung grundlegende Arbeiten am alten Fachwerkgebäude ausführen.

Bad Arolsen. Vor zwei Jahren wurden in einem ersten Bauabschnitt bereits 850 000 Euro für einen Anbau mit Küche, Gemeinschaftsraum und Toilettenanlage investiert. Nun wird also dem Altbau modernisiert. Die Liste der abzuarbeitenden Punkt e ist lang. Sie reicht von der Dacheindeckung über neue Fenster und Türen bis hin zur Wärmedämmung. Außerdem sollen die Thekenanlage, die Bühne sowie die Lüftungs- und Heizungsanlage grundlegend erneuert werden, wie Bürgermeister Elmar Schröder am Sonnabend bei einem Ortstermin erläuterte. Mitglieder des Ortsbeirats sowie Vorstände der Rhoder Vereine hatten sich mit dem Bad Arolser Architekten Heiner Brümmer verabredet, um wichtige Details abzusprechen. Mitsprache erwünscht Bei vorhergegangenen Treffen gab es bereits zwei Dutzend Punkte zu besprechen, wie der Rhoder Ortsvorsteher Butterweck berichtete. 20 Punkte seien bereits abgehakt worden. Nun gehe es um die restlichen Themen. Bei der Frage nach dem künftigen Bodenbelag präsentierte der Architekt eine Reihe von Steinfliesen sowie zwei Lösungen aus Holz, darunter auch Eichenpaneelen. Nach intensiver Abwägung aller Vor- und Nachteile beider Varianten sprach sich eine Mehrheit der Anwesenden für Holz aus. Das Votum ist aber noch nicht endgültig. Kostenmäßig gibt es bei allen Ausführungsvarianten kaum Unterschiede. Allerdings erfordert Holz eine intensivere Pflege, weil die Paneelen nicht lackiert, sondern regelmäßig geölt werden sollten. Bürgermeister Elmar Schröder nutzte die Gelegenheit, um allen vorzurechnen, dass die Diemelstadt alles in allem rund 380 Euro pro Bürger in die gute Stube der Stadt investiere. Deshalb müsse es das Ziel sein, die Halle künftig möglichst intensiv zu nutzen. Halle fest eingeplant Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Behrens habe deshalb bereits angekündigt, dass das Stadtparlament mit gutem Beispiel voran gehen wolle und sämtliche Sitzungen im Gemeinschaftsraum der Stadthalle abhalten werde. Zu den Investitionskosten des zweiten Bauabschnitts erwartet die Stadt einen Zuschuss von rund 500 000 Euro aus Mitteln der Stadtsanierung. Das entspricht einer Förderquote von rund 55 Prozent. Als dringend zu berücksichtigen wurden dem Planer und den ausführenden Firmen der Fertigstellungstermin Ende Mai 2013 ins Pflichtenbuch geschrieben. Der Turnverein „Germania“, der in 2013 sein 150-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen begehen wird, möchte am 7. Juni den Jubiläumsfestakt in der Stadthalle ausrichten, um am folgenden Wochenende das Gauturnfest anschließen zu können. Außerdem hat sich der Gewerbeverein vorgenommen, im Sommer wieder eine Gewerbeschau auszurichten, in deren Mittelpunkt auch wieder die Stadthalle stehen soll.Trotz eine kleinen Verzögerung beim Baubeginn scheinen derzeit alle Arbeiten im Zeitplan zu liegen. Für die meisten Handwerker aus der Region ist das Projekt zudem eine willkommene Winterbaustelle unter einem schützenden Dach.

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