Bürger und Ortsbeiräte der Twistetaler Grunddörfer fordern Sanierung ihrer Straßen

Immer mehr Flickwerk auf Landesstaßen

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Die Ortsbeiräte aus Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern fordern eine Sanierung der Landesstraßen.

Twistetal - Jahrzehntelang wurde nur geflickt. Jetzt ist die Landesstraße eine Buckelpiste und Gefahr für alle, die hier auf zwei Rädern entlangfahren.

Wer von Twiste nach Elleringhausen unterwegs ist und dann vielleicht noch in Richtung Nieder- und Ober-Waroldern weiterrollen möchte, der muss schon besondere Fahrkünste mitbringen.

So mancher Autofahrer versucht, seine Stoßdämpfer zu schonen, und sucht eine verschleißfreie Ideallinie auf der Mitte der Fahrbahn. Doch das funktioniert nicht in den Kurven und schon gar nicht bei Gegenverkehr.

Kein Wunder also, dass die Ortsbeiräte von Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern, die sich intensiv um die Verbesserung der Infrastruktur in ihren Dörfern bemühen, nun auch den Blick auf die Fahrbahnsituation der Landesstraße L3118 und L3083 richten.

Bei einem Ortstermin mit dem neu gewählten Bürgermeister Stefan Dittmann wiesen die Ortsbeiräte und engagierte Bürger auf die Schadestellen hin und forderten, dass die Sanierung ihrer Straßen vom Landesbetrieb Hessen-Mobil endlich auf die Prioritätenliste komme.

Als vor zwei Jahren Baustellenschilder aufgestellt wurden, hätten alle aufgeatmet, weil sie glaubten, dass ihre Stoßgebete erhört worden seien. Umso größer war damals die Enttäuschung, als deutlich wurde, dass wieder einmal nur Flicken aufgebracht wurden. Das müsse nun endlich anders werden, brachte es Albert Brand aus Elleringhausen auf den Punkt.

Aus Sicht der Bewohner der so genannten Grunddörfer kommt es nun darauf an, einen Totalschaden an den Landesstraßen zu verhindern. Die Fahrbahndecke müsse erneuert werden, bevor der Untergrund völlig zerstört sei.

Das habe etwas mit Verkehrssicherheit zu tun, aber auch mit Tourismusförderung auf der Hauptzufahrtsstraße von Nordwaldeck in Richtung Edersee und Bad Wildungen. Schließlich gehe es um Sicherung des Wirtschaftsstandortes Elleringhausen mit seinen vielen Handwerksbetreiben und Arbeitsplätzen.

Bürgermeister Stefan Dittmann berichtete, dass er bereits mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Bad Arolsen Kontakt aufgenommen habe. Die Experten dort hätten auch zugesagt, zu Gesprächen bereit zu sein. Nur für den Ortstermin am Montagabend habe leider niemand Zeit gefunden. Er werde aber auf jeden Fall am Ball bleiben, versprach Dittmann.

Für die verärgerten Bürger unverständlich ist, dass das Straßenbauamt scheinbar Geld im Überfluss habe, um die intakte Fahrbahn der Bundes-straße B 252 über viele Kilometer und viele Bauabschnitte hinweg komplett zu erneuern, nur für die Landesstraßen sei kein Geld da.

Dittmann berichtete in diesem Zusammenhang, dass der Gemeindevorstand im Vorfeld der angekündigten Straßenbaumaßnahme in der Ortsdurchfahrt von Twiste festgestellt habe, dass dort zahlreiche Kanalrohre erneuert werden müssten. Dieses Geld sei jedoch nicht eingeplant. Deshalb werde nun mit dem Straßenbauamt verhandelt, die geplante Erneuerung der Fahrbahndecke so lange zu verschieben, bis die Kanalarbeiten ausgeführt seien. (es)

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