Domanialverwaltung bringt 1,8 Millionen Euro auf

Investitionen stärken Hotel-Standort

Bad Arolsen - 1,6 Millionen Euro investiert die Waldeckische Domanialverwaltung 2014 und 2015 in die Modernisierung und die Verbesserung des Brandschutzes in den beiden Altbautrakten des 1990 in Betrieb genommenen Welcome Hotels in Bad Arolsen. Die Domanialverwaltung ist Eigentümerin des im Nießbrauch der Fürstlichen Stiftung stehenden Gärtnerhauses und der Remise, die beide aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Die Kunst der Bauleitung und der beteiligten Firmen besteht auch darin, die Arbeiten schrittweise und ohne Beeinträchtigung des Hotelbetriebs auszuführen: „Wir machen hier nichts zu und vermarkten das Hotel wie bisher weiter“, stellte Hoteldirektor Peter Hackel gestern bei einer Baustellenbesichtigung mit Verwaltungsdirektor Rolf Kaufmann, dem in seinem Hause für die Projektsteuerung zuständigen Bauingenieur Armin Schacht und Architekt Hartmut Potthoff klar, dem die Leitung des Projektes obliegt. Die Gäste würden nichts merken und hätten keine Einschränkungen zu befürchten. „Der Hotelstandort wird langfristig gesichert“, stellt Hackel im Hinblick auf vorangegangene und noch anstehende Millioneninvestitionen der Welcome-Hotelgruppe beziehungsweise der Warsteiner Brauerei als Eigentümerin fest. Verstärkt werden die Lüftungsanlagen mit Brandschutzeinrichtungen und Verkleidungen. Zudem stehen die Erweiterung der Brandmelde-, Alarmierungs- und Sicherheitsbeleuchtungsanlage, die Verbesserung und Absicherung der Flucht- und Rettungswege sowie die Überprüfung und Verbesserung der vorhandenen Brandwände an. Erste Maßnahmen wurden mit einem Gesamtvolumen von 200 000 Euro im vorigen Jahr von der Waldeckischen Domanialverwaltung ausgeführt. Schließlich bedürfen die Bäder in den beiden Altbaubereichen und die Sanitäreinrichtung trotz guter Pflege einer Modernisierung. Nach 25 Jahren Nutzung werden elf Bäder in der Remise und weitere zwölf im Gärtnerhaus erneuert. Vorausgegangen sind Diskussionen mit dem Fachdienst Bauen beim Landkreis über den aktuellen Stand und Modernisierungsbedarf an den drei historischen Gebäuden (dazu gehört die als ältestes Gebäude der Stadt geltende und vom Hotel ebenfalls genutzte Klosterscheune). Am Montag steht die Investition bei der Beratung des Wirtschaftsplanes 2015 in der Domanialkommission auf dem Programm. Die Pläne beim Hotel reichen noch weiter: So soll 2016/2017 die Sanierung der Zimmer und Bäder im neuen Atriumbau von den Eigentümern in Angriff genommen werden. Sichtbar ist bei dem laufenden Projekt die Schaffung einer Baustraße, die jedoch nach Abschluss wieder beseitigt wird.In Kürze wird mit Hilfe eines größeren Kranes ein Teil der Lüftungsanlage ausgetauscht. Kaum sichtbar soll die einziehbare Feuerleiter von einer Gaube an der Remise sein. Auch sie wird Teil der Brandschutzmaßnahmen sein. (ah)

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