Volkmarsen

Jugendarrest für Randale im Rettungswagen

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- Volkmarsen (es). Zu Jugendarrest von zwei, beziehungsweise sieben Tagen und 40 bis 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit sind vom Bad Arolser Amtsgericht drei Jugendliche verurteilt worden, die Anfang Juni 2010 in angetrunkenem Zustand einen DRK-Rettungswagen demoliert und Rettungssanitäter tätlich angegriffen haben. Auch Polizeibeamte wurde getreten und beleidigt.

Dazu war es gekommen, als sich die drei Anfang Juni zu einer privaten Fete getroffen und dabei kräftig gebechert hatten. Eine Flasche Wodka, reichlich Tequila, Jägermeister, Erdbeer-Lime und obendrein noch Bier hatten bei dem Ältesten im Trio dazu geführt, dass er gegen 21 Uhr nicht nur dummes Zeug lallte, sondern auch noch unkoordinierte Sprünge in der Pfortenstraße ausführte. Bei einem dieser Sprünge stolperte er und fiel ungebremst aufs Gesicht. Dabei verlor er mehrere Zähne und blutete aus dem Mund. Seine Freunde riefen über den Notruf einen Rettungswagen herbei. Zunächst stieg der junge Mann auch bereitwillig in den RTW, um sich behandeln zu lassen. Doch dann rief sein Bruder, der draußen warten musste sinngemäß: „Hey, die schlagen meinen Bruder da drinnen.“ Daraufhin begannen die beiden Wartenden, auf die Türen und Fensterscheiben des Rettungswagens zu schlagen und die Tür zu öffnen. Dabei wurde sogar ein Türgriff abgerissen. Derart angestachelt riss sich der aus dem Mund blutende Bruder vom Behandlungsstuhl los, versetzte dem einen Rettungssanitäter einen Hieb in den Rücken, dem zweiten einen Schlag ins Gesicht. Die DRK-Mitarbeiter verbarrikadierten sich im Rettungswagen und forderten über Funk Hilfe an, während von außen weiter gegen den Wagen geschlagen, getreten und gerüttelt wurde. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ vom 6. Januar.

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