Ferienprojekt der Mengeringhäuser Hausfrauen

Junge Entdecker erkunden die Natur

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Junge Entdecker erkunden die Natur: Bärbel Esau vom DHB-Netzwerk Haushalt Mengeringhausen auf Exkursion.

Die Natur entdecken, erleben und verstehen war der Ansatz des Ferienprojektes des DHB- Netzwerk Haushalt in Mengeringhausen.

 Auf Schusters Rappen ging es zum Walmebad, dem Gebiet der Walme. Früher wurden hier die Schafe gewaschen, auf platt gewalmt.

 Das Wasser der Walme, die im Verlauf den Namen Mühlenwasser und Aar trägt, diente zum Betrieb von mehreren Mühlen in Mengeringhausen. Durch die Wasserkraft wurde so schon vor 700 Jahren Energie erzeugt, die zum Lebensunterhalt der Müllersfamilien beitrug.

Heute erheben sich über dem Wald Windkraftanlagen zur Energiegewinnung. Auf dem Weg wurde eine kleine private Anlage bestaunt, womit eine Batterie gespeist wird.

Im Bereich des Glockenbrunnens erzählte Bärbel Esau, dass hier früher die Störche brüteten und so hieß es bei den Kindern in Mengeringhausen, dass alle Kinder aus dem Glockenbrunnen kommen.

Ziel des Naturspaziergangs der kleinen Entdecker war das Ausflugsziel „Der Weiße Stein". Das Areal wurde in den 70-er Jahren als als Naherholungsgebiet erschlossen. Auf dem Weg dorthin wurden viele Pflanzen gefunden. Monika Volkmann gab ihnen Namen und erklärte, dass der Spitzwegerich gut geeignet ist, um Insektenstiche sofort zu behandeln und den Juckreiz zu nehmen.

„Wir Menschen sind nicht immer freundlich zu den Pflanzen und Tieren, die mit uns leben. Wenn sie sprechen könnten, hätten sie uns allerhand zu sagen“, so Volkmann und gleich hatte eine kleine Teilnehmerin einen Löwenzahn in der Hand und sagte: „Wenn ich mal richtig groß bin, dann fresse ich dich.“

Am Ziel angekommen überlegte die Wandergesellschaft, was man alles für die Umwelt tun kann. In einem Rollenspiel, wo die Kinder verschiedene Tiere verkörperten, lernten sie spielerisch die kleinen Nützlinge im Garten kennen.

 Besonderes Augenmerk wurde auf das Glühwürmchen gelegt. Es kann Energie in Form von Licht aussetzen und somit Leuchtsignale aussenden, damit männliche und weibliche Tiere zueinanderfinden.

 Die Biene sieht die Farben der Blumen in ganz anderen Farben als der Mensch, denn sie kann kein rot sehen. Sie nimmt das UV-Licht wahr und ihr erscheint die Wellenlänge schwarz.

Nach fachlichen Informationen von Bärbel Esau und Monika Volkmann hatten die kleinen Entdecker viele Vorschläge, wo sie Zuhause nun selbst Strom einsparen können.

Die Ferienaktion wurde von Projekt des EWF „Kids for Nature“ unterstützt. Die Veranstalter zeigten sich erfreut, dass die Erkenntnis „Wer Strom spart, schont die Umwelt“ bei den begeisterten Kindern angekommen war. (r)

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