Volkmarser Wilhelm Bark setzt sich für Wahlmöglichkeit ein

Kämpfer für WA-Kennzeichen

Volkmarsen - Einen erneuten Versuch zur Wiedereinführung des WA-Kfz-Kennzeichens unternimmt der Volkmarser Wilhelm Bark. Dazu muss er die Zustimmung im Kreistag bekommen, der aktuell gegen eine Rückkehr zu WA oder FKB gestimmt hat.

Volkmarsen (-ah-). Dass ausgerechnet ein gebürtiger Volkmarser sich für WA starkmacht, wo doch die Kugelsburgstadt erst in den 70er-
Jahren vom damaligen Kreis Wolfhagen dem Kreis Wal­deck zugeordnet wurde, fußt gewissermaßen in den familiären Wurzeln des 75-Jährigen: Seine Eltern und Großeltern stammen aus dem Waldecker Land. Die Verbindungen reichen unter anderem nach Mengeringhausen, Alraft oder zur Brudermühle bei Nieder-Waroldern. Der 75-Jährige ist ein überzeugter Waldecker: An seinem roten Mercedes Cabriolet ist das Kennzeichen KB - WA 444 montiert, gerne würde er das KB gegen – richtig – WA für Waldeck austauschen. Der Waldecker Stern und ein Aufkleber mit der Aufschrift „Fürstenthum Wal­deck“ unterstreichen die Verbundenheit mit dem Waldecker Land. Und mit strahlendem Blick hebt er seine linke Hand hoch und präsentiert seine Armbanduhr, deren Zifferblatt von einem Waldecker Stern geziert wird. Als erster Karnevalsprinz habe er 2001 auch Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont einen Besuch abgestattet. „Wilhelm I.“ ist als „Volkemisser“ auch mit der Volkmarser Karnevals-Gesellschaft eng verbunden. Das nach wie vor zu spürende, mitunter auch schalkhaft gespielte Fremdeln mancher Volkmarser mit Waldeck-Frankenberg ist seine Sache nicht. Enttäuscht zeigte er sich im Gespräch mit der WLZ über die Kreistagsentscheidung gegen WA - und FKB - als Kfz-Kennzeichen. „Dabei kostet das den Kreis keinen Cent, und die vielleicht 40 Euro für das WA-Zeichen würde jeder gerne bezahlen, der es haben möchte“, erklärt Wilhelm Bark. Die Kennzeichen-Wechsel im Kasseler Land zu den alten HOG- und WOH-Schildern (für die ehemaligen Kreise Hofgeismar und Wolfhagen), oder im Kreis Göttingen zu DUD für Duderstadt oder HMÜ für Hann. Münden wecken freilich Begehrlichkeiten bei Traditionalisten. Bark ist Mitglied der Freien Wählergemeinschaft und will das Thema wieder auf die Tagesordnung im Kreistag bringen. Dazu will er die politische Diskussion in der Bürgerschaft entfachen. So möchte er beim historischen Schützenfest in Lan­dau für sich trommeln. Die Bergstadt wird nach alter Tradition auch Treffpunkt für Abordnungen der Waldecker Schützengemeinschaft. So hofft er, mit seiner Initiative über die Verbundenheit der Schützenbrüder mit dem Waldecker Land auch für WA noch mehr Rückhalt zu bekommen. „Kriege 200 Stimmen“„Ich kriege auf jeden Fall 200 potenzielle Stimmen zusammen“, ist sich Bark sicher. Doch der Waldeck-Fan muss sich wohl noch richtig anstrengen, um die erforderliche Mehrheit im Kreistag zu bekommen. Bis zu einer etwaigen neuen Entscheidung oder wahrscheinlich auch danach muss er vorliebnehmen mit dem Anblick der wenigen Oldtimer oder landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die noch das WA-Kraftfahrzeugkennzeichen tragen.

Kommentare