Stadtparlament segnet Sanierungsplan für Diemelstädter Kanalnetz ab

Kanal verschlingt Millionen

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Bad Arolsen - 20 Millionen Euro in 20 Jahren verbuddeln. Das ist zu schaffen. Das hat die Diemelstadt in den vergangenen 20 Jahren schon einmal gestemmt. So wird es auch jetzt wieder gefordert.

Die sogenannteEigenkontrollverordnung veranlasst die Kommunen, alle 15 Jahre ihr Kanalsystem auf Undichtigkeiten überprüfen zu lassen.

Die Kamerabefahrung vor zwei Jahren in Diemelstadt hat ein eindeutiges Ergebnis gebracht: 40 Prozent des 60 Kilometer langen Leitungsnetzes sind in Ordnung. Aber etwa genauso viele Rohrleitungen müssten eigentlich umgehend repariert werden. Die restlichen 20 Prozent sind in Schadensklassen irgendwo dazwischen eingeordnet.

Meter für Meter, Schaden für Schaden wurden die Filmaufnahmen von Tiefbauingenieuren ausgewertet und mit geschätzten Reparaturkosten hinterlegt. An dem Ergebnis, etwa zehn Millionen Euro für die reine Kanalsanierung, weitere zehn Millionen Euro für die damit verbundenen Straßenreparaturen, lässt sich kaum rütteln.

Nun kommt es nur darauf an, die richtige Reihenfolge für das Abarbeiten der Liste zu finden und die von der Aufsichtsbehörde gegebenen Fristen einzuhalten.

Die Stadt Diemelstadt hat vor zwei Jahren eine Zuschusszusage aus dem Umweltministerium für das sogenannte Sofortprogramm erhalten. Dieses Gelder müssen nun vorrangig bis 2016 verbaut werden. Alles Weitere je nach Kassenlage.

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