Bad Arolsen

Karl Staiber ist mit Fuchs und Igel per Du

- Bad Arolsen (-es-). Seit vier Jahrzehnten ist sein Name Synonym für Vogel- und Naturschutz in Bad Arolsen und rund um den Twistesee. Jetzt haben Naturschutzbund und Obere Naturschutzbehörde die Vogelbeobachtungshütte nach ihm benannt.

Karl Staiber ist seit frühster Kindheit Naturliebhaber und im Laufe seines Lebens immer mehr zum Naturkenner geworden. Weil er einen Großteil seiner Freizeit in der Vogelbeobachtungshütte verbracht hat, war es nur folgerichtig, dass ihm gestern beim Abschied aus dem Vorstand der Nabu-Ortsgruppe eine besondere Ehrung zugedacht wurde: Die Vogelbeobachtungshütte am sogenannten Vorstau heißt ab sofort Karl-Staiber-Hütte. Dr. Wolfgang Lübcke würdigte Staiber als einen engagierten Ornithologen, der am Twistesee Großes geleistet habe. So wie einem Förster bei seinem Abschied in den Ruhestand ein Baum gewidmet werde, so sei es angebracht, Karl Staiber die Vogelbeobachtungshütte zu widmen. Dem so Geehrten war die Auszeichnung sichtlich unangenehm. Außerdem versprach er, sich auch weiterhin um das Naturschutzgebiet am Twistesee zu kümmern. Die Beobachtungshütte ermöglicht es, Vögel aus der Nähe zu beobachten, ohne sie zu stören. Das Naturschutzgebiet ist ein wichtiges Rast- und Brutgebiet für seltene Vogelarten, in dem unter anderem Wasserralle, Flussregenpfeifer und Krickenten ihren einzigen regelmäßigen Brutplatz in ganz Waldeck-Frankenberg finden.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 13. April.

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