Katholische Kirchengemeinde unterstützt Hilfsprojekte in Eritrea

Eigener Beitrag gegen das Elend

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Die katholische Kirchengemeinde St. Joh. Baptist in Bad Arolsen unterstützt künftig Hilfsprojekte in Eritrea. Nach dem Sonntagsgottesdienst gab es im Pfarrheim an der Großen Allee kulinarische Kostproben aus dem Land am Horn von Afrika. Vier etritreische Flüchtlinge, die schon seit über einem Jahr in Deutschland wohnen, hatten für die Bad Arolser Kirchgänger gekocht.

Bad Arolsen. Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist wird sich künftig bei sozialen Projekten in Eritrea engagieren. Beim Sonntagsgottesdienst berichtete Diakon Klaus Krekeler aus Peckelsheim über seine Erfahrungen beim Aufbau von Schulen und Kindergärten in Äthiopien.

Bereits im Juli war der äthiopische Bischof Markos Gebremedhim aus Jimma-Bonga zu Gast bei Pfarrer Peter Heuel in der Großen Allee. Gemeinsam mit dem Ehepaar Rosi und Klaus Krekeler wurden weitere Hilfsprojekte besprochen.

Im Sonntagsgottesdienst schilderte Krekeler seine ganz persönliche Geschichte, wie er vom Saulus zum Paulus, vom Berufssoldaten zum Entwicklungshelfer und Diakon geworden sei. Ehefrau Rosi habe 1995 acht Wochen bei Mutter Theresa in Kalkutta mitgearbeitet und dort den Hinweis auf das große Elend in Äthiopien bekommen. Krekeler: „Gott hat es gut mit uns gemeint. Deshalb müssen wir jetzt etwas zurückgeben. Wir dürfen nicht einfach zusehen, wenn Todkranke einfach dahinvegetieren.“

In der Folge habe das Ehepaar Krekeler schon 1500 Kinderpatenschaften vermittelt. Bei über 30 Hilfsreisen nach Äthiopien seien viele persönliche Beziehungen und viele Hilfsprojekte angeschoben worden. Die Reisen finanziert das Ehepaar komplett aus der eigenen Tasche, so dass gewährleistet ist, dass jeder Euro bei den Bedürftigen und den Hilfsprojekten ankomme.

So würden zum Beispiel Schulen und Kindergärten gebaut und Projekte unterstützt, die besonders auf Frauen abgestimmt seien. Dazu gehörten auch Kleinkredite zum Aufbau kleiner Geschäfte, mit denen sich Familien langfristig eine Existenz aufbauen könnten. Der Pfarrgemeinderat hat bereits beschlossen, die Projekt der Familie Krekeler in Eritrea zu unterstützen. So war auch die Kollekte am Sonntag für diesen Zweck bestimmt.

Mehr: www.menschzumensch.org

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