Gemeinsame Projektwoche von Grundschule Neuer Garten und Karl-Preising-Schule

Keine Chance den Vorurteilen

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Waldkirschbäume haben Schüler der Karl-Preising-Schule und der Grundschule Neuer Garten in ihrer gemeinsamen Projektwoche gepflanzt. Tatkräftige Hilfe leistete dabei Revierförster Dieter Kisselbach.

Bad Arolsen - Für eine reiche Kirschblüte im Stadtwald haben Schüler der Karl-Preising-Schule und der Grundschule Neuer Garten in ihrer gemeinsamen Projektwoche gesorgt.

Unter den insgesamt sieben Projektgruppen hat sich die Naturschutz-AG die Bewegung „Plants for the Planet“ (Pflanzen für den Planet) des Schülers Felix Finkbeiner zum Vorbild genommen. Jeder Schüler soll mindestens ein Bäumchen pflanzen und damit seinen Teil zum Erhalt des globalen Ökosystems beisteuern. In Bad Arolsen haben sich elf Schüler, unter ihnen auch ein Junge im Rollstuhl, mit Pflanzschaufeln und Gummistiefeln in den Stadtwald zum ehemaligen Bundeswehrgelände aufgemacht.

Begleitet wurden die Kinder von zwei Lehrerinnen der Karl-Preising-Schule, Gertrud Opper und Heike Kramer, sowie von Revierförster Dieter Kisselbach, der fünfzig Waldkirschbäumchen für die Aktion im Gepäck hatte.

Die Entscheidung für die heimische Waldkirsche sei nicht zufällig gefallen, erläuterte Kisselbach: man wolle Mischbestände im Wald erzielen. Die Kirsche sei ein heimisches Holz und darüber hinaus ein Edellaubholz, das mit seiner Qualität hohe Preise erziele.

Bis es so weit ist, müssen die gut dreijährigen Bäumchen aber noch kräftig wachsen. Das regnerische Wetter sei „ideal“ zum Anwachsen, befand Kisselbach, während die Neun- bis Elfjährigen mit Begeisterung Löcher aushoben und die Bäumchen unter fachmännischer Anleitung mit Wuchshüllen vor Wildverbiss schützten.

Dieter Kisselbach begrüßt die Naturschutz-Aktion, zumal die Waldpädagogik zu seinem Einsatzgebiet zählt. Jährlich rund 500 Kindern bringt der Revierförster den heimischen Wald und dessen Erlebnisreichtum näher. Dazu gehört auch das „Fuchs-und-Maus-Spiel“, das für die Projektgruppe nach der Pflanzaktion angesagt war.

Bereits vor siebzehn Jahren etablierte sich die gemeinsame Projektwoche mit den vierten Klassen der Grundschule Bad Arolsen und den Grundstufenklassen der Karl-Preising-Schule. In diesem Jahr nahmen 110 Kinder daran teil. Das Ziel der Begegnung von behinderten und nicht behinderten Kindern ist, Vorurteile abzubauen, Berührungsängste zu überwinden sowie Akzeptanz und Toleranz zu fördern.

Für die Grundschüler bedeutet das, dass jeder einmal im Verlauf der Grundschulzeit Kontakt zu Gleichaltrigen mit einer Behinderung hat. (sim)

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