Zusammenarbeit zwischen Kommunen

200 Kilometer Wasserleitung

Bad Arolsen - Mit einem Betriebsführungsvertrag zwischen der Stadt Volkmarsen und den Bad Arolser Kommunalbetrieben über die Wasserversorgung ist ein weiterer Baustein der interkommunalen Zusammenarbeit unter Dach und Fach.

Mit dem rückwirkend zum Beginn dieses Jahres geschlossenen Vertrag soll eine Versorgungssicherheit im Wasser- und Abwasserbereich innerhalb der Großgemeinden Bad Arolsen und Volkmarsen sichergestellt werden. Die Betriebsführung obliegt den Bad Arolser Kommunalbetrieben. Sowohl die räumliche als auch die personelle Zusammenführung sei harmonisch verlaufen, berichtete Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel im Rahmen der Unterzeichnung im Volkmarser Rathaus. Wenn dann noch finanzielle Synergien wie die Stabilität der Gebühren hinzukämen, sei dies noch ein weiterer positiver Effekt, hob Erster Stadtrat Thomas Viesehon hervor. „So muss interkommunale Zusammenarbeit laufen“, bekräftigte er. Für den Bürger ändere sich quasi nichts, die Gebührenhoheit bleibe bei den Kommunen, erklärte dazu der Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst. Hingegen sei mit der Kooperation eine noch bessere Versorgungssicherheit gegeben, wie Erster Stadtrat Helmut Hausmann ergänzte – zum einen durch eine Vernetzung der örtlichen Brunnen, zum anderen durch den vorhandenen Personalpool. Lediglich der Dienstort des Volkmarser Wassermeisters habe sich durch die personelle Zusammenlegung auf Bad Arolsen verlagert. Die Bad Arolser Kommunalbetriebe hätten es nun mit mehr als 200 Kilometern Wasserleitung zu tun, sagte BAK-Leiter Dr. Gerhard Wüllner. Zahlenmäßig sei von insgesamt rund 7000 Hausanschlüssen in Bad Arolsen und in Volkmarsen die Rede. Dass in diesem großen Versorgungsbereich nur zwei Kläranlagen betrieben werden müssten, sehen die Verantwortlichen als Glücksfall an: „Da stehen wir schon sehr gut da“, so Bürgermeister van der Horst. Eine weitere Kooperation im Bereich der Frischwasserlieferung zwischen den Kommunen ist geplant.(sim)

Kommentare