Neuester Band in der Geschichtsvereins-Reihe der Historischen Hefte erschienen

Vom Kloster zum Fürstenschloss

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Bad Arolsen - Ein schmaler Band, der es in sich hat: Über 300 Jahre Geschichte des Arolser Barockschlosses werden im neuesten Band der Waldeckischen Historischen Hefte dargestellt.

Das Büchlein Nr. 9 versammelt die Vorträge eines Symposions zur 300-Jahr-Feier der Grundsteinlegung, das 2010 zu einem Treffen renommierter Fachleute wurde. Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann (Uni Marburg), Prof. Dr. Holger Gräf (Uni Marburg), der Kunsthistoriker Dr. Heiko Laß (Marburg) und der gebürtige Landauer Dr. Karl Murk (Staatsarchiv Marburg) untersuchen die verschiedensten Facetten der Geschichte rund um den Bau des Schlosses und die Entstehung Arolsens.

Die Autoren zeichnen die Geschichte Arolsens vor der Gründung der Fürstenresidenz und der Stadt im Mittelalter nach, als hier noch Klöster das Leben der Region mitprägten. Dabei werden auch die Vorgänger-Bauten des Barockschlosses, darunter auch der Renaissance-Bau, beschrieben. Eine Biografie des Stadtgründers Fürst Friedrich Anton Ulrich und eine Betrachtung des Residenzschlosses im Vergleich mit weiteren Schlössern in Europa bieten weiteren Aufschluss über die Einordnung des Baudenkmals und des kleinen Fürstentums.

Museumsleiterin Dr. BirgitKümmel und Dr. Bernhard Buch-stab vom Landesamt für Denkmalpflege haben den in der Reihe der Historischen Hefte des Waldeckischen Geschichtsvereins erscheinenden Band herausgegeben und dazu die Beiträge für die Lektüre bearbeitet und ergänzt. Farbige Illustrationen bereichern das Büchlein und eine Fälle von Anmerkungen liefern Hinweise auf weitere interessante Lektüre.

„Ein wunderbares Werk“, erklärte gestern der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Klaus Wendt. Mit dem gelungenen Buch sei nach dem letzten Heft im Jahr 2004 in der historischen Reihe endlich ein neuer Band erschienen.

Das Buch vermittle auch das nötige Verständnis für den Wert und die Bedeutung eines Denkmals, sagte Dr. Buchstab.

Der Band ist in einer Auflage von 300 Exemplaren erschienen und kann in den Buchhandlungen zum Preis von zwölf Euro erworben werden, für Geschichtsvereinsmitglieder kostet das Heft neun Euro.

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