Städtische Werke Kassel errichten Blockheizkraftwerk im Krankenhaus Bad Arolsen

Kraftwerk schont die Umwelt

Sie inspizieren das neue Blockheizkraftwerk: v.l. Volker Patzig, technischer Leiter im Krankenhaus; Stefan Welsch, Vorstand Städtische Werke AG; Bernd Tilenius, Geschäftsführer Krankenhaus. Foto: pr

Bad Arolsen - Das Krankenhaus in Bad Arolsen setzt auf eine effiziente und umweltfreundliche Energieerzeugung - mit einem modernen Blockheizkraftwerk im Keller des Hauses.

In den nächsten zehn Jahren wird das Kraftwerk im Krankenhaus jährlich aus rund 1,1 Millionen Kilowattstunden Erdgas in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) 600000 Kilowattstunden Wärme und gleichzeitig 325000 Kilowattstunden Strom produzieren. Damit muss das Krankenhaus, eine Tochter der Gesundheit Nordhessen Holding GmbH, weniger Elektrizität beziehen. Das spart außerdem pro Jahr rund 123 Ton-nen klimaschädliches CO2.

Die Techniker der Gesundheitseinrichtung betreiben das wartungsarme Blockheizkraftwerk selbst. Errichtet hat es die Städtische Werke AG aus dem benachbarten Kassel. Sie überwacht, wartet und repa-riert den Energieerzeuger im Bedarfsfall.

Das Blockheizkraftwerk deckt die Wärme- und Stromgrundlast der Einrichtung. Da das Krankenhaus den Energieer-zeuger für zehn Jahre von den Städtischen Werken pachtet und selbst betreibt, entfallen Steuern, Abgaben und Zuschläge, wie sie im öffentlichen Netz anfallen. Durch die vermiedene Stromsteuer, EEG- und KWK-Umlage und weitere Abgaben lässt sich die Anlage wirt-schaftlich sinnvoll betreiben.

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Tilenius bietet das Pachtmodell viele Vorteile: „Ein Blockheizkraftwerk ist effizient und sparsam. Das hilft uns, Kosten zu senken und wirtschaftlich zu arbeiten. Damit ist die Partnerschaft mit den Städtischen Werken aus Kassel auch eine gute Investition in die Zukunfts- und Standortsicherung hier in Bad Arolsen. So können wir eine erstklassige lokale Gesundheitsversorgung anbieten, die auch regional und über-regional Patienten anspricht.“

Vorteil dieser nordhessischen Partnerschaft ist die Erfahrung und das Know-how, das die Städtischen Werke einbringen. Der Kasseler Versorger erstellt die notwendigen Unterlagen für die KWK-Förderung, außerdem kümmert er sich um alle notwendigen Anträge und Nachweise für die Befreiung von Steuern, Abgaben und Zuschlägen. „Die Fernüberwachung und der 24-Stunden-Notdienst der Anlage geben uns die notwendige Sicherheit für den reibungslosen Krankenhaus-betrieb“, erläutert Tilenius.

Stefan Welsch, Vorstand der Städtischen Werke, betont die Bedeutung von Kooperationen: „Nordhessen ist eine Boom-Region. Unter anderem, weil viele Unternehmen erkannt haben, dass nur die enge Zusammenarbeit die Wertschöpfung erhöht und Arbeitsplätze schafft. Das Blockheizkraftwerk im Krankenhaus ist ein Beleg für unser Erfolgsmodell.“ (r)

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