Volkmarsen

In Külter Kirchengemeinde rumort es gewaltig

- Volkmarsen-Külte (-es-). Der Ärger über die 
geplante Zerschlagung des Kirchspiels Külte ist so groß, dass nicht wenige Külter darüber nachdenken, aus der Kirche auszutreten und mit der 
ersparten Kirchensteuer eine eigene seelsorgerische Gemeinschaft zu gründen.

Nach der ersten Ankündigung der Pläne zur Neustrukturierung des Kirchenkreises im vergangenen Herbst hatten sich zahlreiche Külter und Wetterburger in Leserbriefen an diese Zeitung und persönlichen Anschreiben an den Bischof zu Wort gemeldet. Der Kirchenvorstand sammelte 779 Unterschriften gegen die Auflösung des gewachsenen Kirchspiels. Außer einer Eingangsbestätigung haben die meisten Briefeschreiber keine Antwort erhalten. Umso größer war in Külte die Verwunderung, als Bürgermeister Hartmut Linnekugel dem Ortsvorsteher Gerhard Laabs von einem Schreiben aus Kassel berichtete, in dem die Neuordnung des Kirchspiels als beschlossene Sache dargestellt wurde. Die Pfarrstelle in Külte werde ebenso wie 34 andere im Jahr 2010 abgebaut. Die Gemeinden würden demnächst noch einmal angehört, hieß es dort. „Was soll dieses Anhörungsverfahren, wenn längst alles beschlossen ist?“, fragt Arnold Kahlhöfer im Ortsbeirat: „Das ist doch nur das Mäntelchen 
einer demokratischen Ent-scheidung. Die sind doch kirchenrechtlich im Mittelalter 
stehengeblieben.“ Auch Ortsvorsteher Gerhard Laabs empfindet die angekündigte Anhörung nur als „Schauveranstaltung“. Laabs weiter: Der Bischof entscheidet alleinverantwortlich. Das ist fast papstähnlich.“

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