Kultusminister nennt Kooperation der Karl-Preising-Schule beispielhaft für Hessen

Inklusion macht Schule

+
Hessens Kultusminister Prof. Alexander Lorz sprach beim Neujahrsempfang im Bathildisheim.

 Bad Arolsen. Inklusion, die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist eine große Aufgabe, der sich das Bathildisheim seit seiner Gründung im Jahr 1912 mit viel Engagement stellt. 

Beim Neujahrsempfang für rund 150 geladene Gäste aus der Kommunalpolitik, den Kirchen und sozialen Einrichtungen der Region drehte sich am Dienstag Abend im Festsaal des Bathildisheimes alles um das Thema Inklusion. Hessens Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz würdigte dabei besonders den Beitrag, den die Karl-Preising-Schule des Bathildisheims in den vergangenen zehn Jahren im Zusammenspiel mit der Nicolaus-Hilgermann-Schule in Rosenthal geleistet habe.

Diese vorbildliche Kooperation zwischen Förderschule und Regelschule solle künftig Vorbild für die Inklusion an hessischen Schulen sein. Inklusivklassen Lorz: „Das, was hier etabliert wurde, ist dem staatlichen System um einen Schritt voraus.“

Künftig solle hessenweit die Besuchsquote von Förderschulen reduziert werden. Das Ziel sei Unterricht in Inklusivklassen an Regelschulen. Dazu sollten Sonderschullehrer möglichst mit vollen Stellen an eine feste Regelschule abgeordnet werden. Bei all dem stehe immer das Kind im Mittelpunkt. Es gehe darum, für jedes Kind den optimalen Förderort zu finden und Eltern Wahlmöglichkeiten aufzuzeigen.

  Christian Geyer machte als Bathildisheim-Vorstand deutlich, dass die inklusive Schule Lehrern viel abverlange: Es gebe künftig nicht mehr nur einen Stoff, nur ein Lerntempo und nur eine Methode, sondern viele individuell angepasste Lernangebote. Der Lehrer werde zum Lernbegleiter. Das Ziel all dieser Anstrengungen formulierte Geyer so: „Wenn Inklusion in der Schule gelingt, dann gelingt sie auch in der nachwachsenden Generation.“

 Vorsitzender Herbert Weygandt zeichnete das Bild von einer modernen Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung die gleichen Möglichkeiten zur Teilhabe an der Lebens- und Arbeitswelt haben.

Den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs gestalteten die Musiker des Akkordeonorchesters Diemelspatzen unter Leitung von Hans-Cornelius Petersen und der Tenor Thomas Schwill aus Korbach.

Kommentare