Bad Arolsen

Kunst, die zugleich fesselt und verstört

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- Bad Arolsen (-es-). Kinderportraits in großen Formaten, poppig verfremdet zeigt die Künstlerin Hanna Nitsch in einer Ausstellung, die sie auf Einladung des Museum der Stadt eigens für das Arolser Residenzschloss geschaffen hat.

„Der kurz andauernde Genuss der Erdbeere“ lautet der ungewöhnliche Titel dieser ebenso ungewöhnlichen Ausstellung, die mit ihren Installationen und Zeichnungen am dem morgigen Sonnabend bis zum 4. Dezember in den Museumsräumen des Schlosses zu bestaunen sein wird. Udo Reuter, der Vorsitzende des Museumsvereins Bad Arolsen, wurde bei einer Kunstausstellung auf Hanna Nitsch und ihr Werk aufmerksam. Und weil das Museum schon mehrfach erfolgreich mit dem Galeristen von Hanna Nitsch zusammengearbeitet hat, war schnell die Idee geboren, eine weitere Ausstellung in der Reihe „Made for Arolsen“ zu inszenieren. Im Sommer hat Hanna Nitsch zwei Wochen in der Stadt verbracht und die besondere Atmosphäre der Ausstellungsräume des Schlosses auf sich wirken lassen. Daraus entstanden sind ungewöhnliche Bilder und Installationen, die den Betrachter fesseln und beschäftigen. Was auf den ersten Blick sehr gefällig wirkt, birgt oft aber auch etwas Ungewöhnliches ja sogar Morbides: Die hübschen Mädchengesichter haben auf dem zweiten Blick etwas Lolitahafte, die 150 kleinen Puppenköpfe, die Kupferdrähten hängend im Raum verteilt sind, entpuppen sich beim näheren Hinsehen als bemalte Totenschädel mit aufgemaltem Sterbedatum und seltsamen Ornamenten.

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