Attraktion für die Rhoder Altstadt geplant · Generationenübergreifendes Projekt

Kunstpfad durch die Altstadt

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Diemelstadt-Rhoden - Ein Skulpturenpfad durch die Rhoder Altstadt soll Mensch, Natur und Kunst zusammenbringen. Vor rund einhundert interessierten Diemelstädtern wurde das Projekt „Lustgarten-Kunstpfad“ umfassend vorgestellt.

Zwei Ziele haben die Initiatoren der Projektgruppe damit jetzt schon erreicht: die Menschen aus Rhoden und den Nachbarorten in einen Dialog zu bringen und die Identifikation mit ihrer Heimatstadt zu fördern. Schließlich sollen die vielfältigen Kunstprojekte nicht einfach „über die Landschaft gestülpt werden - sie sollen ein Teil davon werden“, wie Initiatorin und Künstlerin Barbara Beisinghoff bei der Versammlung im Speisesaal der Stadthalle hervorhob.

Schüler beteiligen sich

Dazu ist auch die Mitarbeit der Rhoder gefragt. Einige sind bereits tatkräftig in die Planungen und Vorarbeiten des Projekts eingestiegen, das parallel zur Kasseler „documenta 13“ in die Startlöcher geht. Um die Kunstaktionen ins Rollen zu bringen, hat ein Wahlpflichtkurs der Schlossbergschule mit den Arbeiten am „Sternenzelt“ begonnen: Der erste Beitrag zum Kunstpfad soll im Juni seinen Platz zwischen Warburger Weg und Grünem Weg finden. Der Verein „Historisches Ortsbild“ hat vorerst die Trägerschaft für den „Lustgarten-Kunstpfad“ übernommen.

„Das Projekt ist so angelegt, dass es sich aus Geld- und Sachspenden finanziert“, erklärte dazu Vereinsvorsitzende Sigrid Römer. Da jedoch nur umgesetzt werden kann, was auch finanzierbar ist, hoffen die Initiatoren nun auf eine breite Unterstützung. Ein Förderantrag beim hessischen Innenstadt-Wettbewerb „Ab in die Mitte“ wurde bereits eingereicht, wie Bürgermeister Elmar Schröder bekannt gab. Zuvor hatte der Rathauschef den reichhaltigen städtischen Maßnahmenkatalog - vom Architektenwettbewerb für den Schlossplatz bis zur Erweiterung des Stadtsanierungsgebietes um den Schlossgarten - für die Altstadt vorgestellt.

Schloss in Blickpunkt rücken

Zwischen den geplanten Neugestaltungen soll ein Teil des Kunstpfades seinen Platz finden. Um das zurzeit leer stehende Schloss Rhoden verstärkt in den Blickpunkt zu rücken, ist ferner eine zweitägige Veranstaltung im Sommer geplant. Mit dem Fest „Städtebaulicher Denkmalschutz und Mittelalterlicher Markt“ am 4. und 5. August wolle man Garten, Innenhof und Gewölbekeller des Schlosses beleben, erklärte Susanne Engelns vom Sanierungsträger NH Wohnstadt.

Mehrere Rhoder Vereine haben sich bereit erklärt, das Rahmenprogramm mitzugestalten. Denn mit einem Mittelalterlichen Markt, bei dem sich auch heimische Handwerksbetriebe vorstellen werden, soll das Fest über eine reine Infoveranstaltung hinausgehen.

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