Bad Arolsen: Anschluss nicht verpassen

Kurhessenbahn will Züge besser vertakten

- Bad Arolsen (-es-). Nach dem Protest der Wetterburger Landwirte gegen den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Arolsen und Külte bemüht sich die Kurhessenbahn um Versachlichung der Diskussion.

Das Bauprojekt ist Teil eines groß angelegten Modernisierungskurses, den die Kurhessenbahn seit 2001 auf der Strecke zwischen Obervellmar und Korbach umsetzt. Bisher wurden hierfür schon 53,5 Millionen Euro ausgegeben, davon 26,5 Millionen Euro Bundesmittel und 26 Millionen Mittel aus den angeschlossenen Städten und Landkreisen. Eine Million waren Eigenmittel der Kurhessenbahn.

Zentraler Punkt im technischen Gesamtkonzept ist der Bau eines neuen Begegnungsbahnhofes im Bereich Wetterburg. Der Bahnhof Külte scheidet hierfür aus baulichen Gründen aus, aber auch wegen der falschen Lage. Die Planer der Kurhessenbahn haben exakte Strecken- und Zeitübersichten aller Züge angelegt, aus denen genau hervorgeht, wann sich welche Züge wo kreuzen. Um das System zeitmäßig zu optimieren, muss der neue Begegnungsbahnhof zwingend im Bereich der Wetterburger Aussiedlerhöfe entstehen.

Nach Realisierung aller Baumaßnahmen könne die Fahrgeschwindigkeit von heute 60 bis 80 Stundenkilometern auf 80 bis 100 Stundenkilometern in vielen Teilabschnitten erreicht werden. Dadurch verkürze sich die Reisezeit zwischen Kassel und Korbach von heute 89 Minuten auf künftig 72 Minuten. Großzügige Entschädigung Durch die frühere Ankunft der Kurhessenbahn in Kassel-Wilhelmshöhe könnten die Anschlüsse für Reisende an die ICE-Züge nach Frankfurt, München und Hamburg deutlich verbessert werden. Das wiederum steigere die Akzeptanz der Bahn und entlaste mittelfristig die Straße.

Mehr lesen sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ am 27. Januar.

Kommentare