Bei der CRS-Abiturfeier drehte sich alles um „WhatsAbi“

Nur lachende Smileys

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Bad Arolsen - Mit einer ebenso humorvollen wie tiefsinnigen Abschiedsrede haben CRS-Jahrgangsbester Moritz Laabs, Katrin Gerke und Johannes Sandhäger Bilanz einer offenbar sehr schönen und bereichernden Schulzeit gezogen.

„Ihr wart ein Jahrgang,der uns Freude gemacht hat“, schwärmte Schulleiterin Cornelie Seedig von den „sehr angenehmen Persönlichkeiten“ im aktuellen Abiturientenjahrgang.

Diesen Eindruck brachten auch Günther Bubenheim und Tina Römer im Namen des Lehrerkollegiums zum Ausdruck. Sie erinnerten an viele gemeinsame Erfahrungen auf Fahrten und Exkursionen und appellierten an die Schüler, sich als aufrechte Demokraten für die Gesellschaft zu engagieren.

Als vorbildlich lobte die Schulleiterin die Abiturzeitung, die sowohl äußerlich als auch inhaltlich Maßstäbe gesetzt habe. Vor allem aber seien alle Feiern auf dem Schulgelände völlig ohne Scherben abgelaufen.

Zumindest dieses Kompliment konnten die Schüler vom Auftritt der Lehrer im Unterricht nicht uneingeschränkt zurückgeben: so erinnerten die Schüler in ihrer Abschiedsrede an die Explosion im Chemieunterricht, die einen Großeinsatz der Feuerwehren im ganzen Regierungsbezirk Kassel auslöste.

„Herr Erxmeyer hat uns gezeigt, wie man eine Bombe baut und dann falsch einsetzt“, ulkten die Schüler und beeilten sich hinzuzufügen. „Es ist niemandem etwas passiert.“

Augenzwinkernd wurde die überaus Religionslehrerin Ulrike Combé-von Nathusius von den Schülern zur „unangefochtenen Kopierkönigin“ ernannt.

Ihre Erfahrungen mit dem Abitur in acht Schuljahren kommentierten die Schüler so: „G8 ist nicht etwa die Fortsetzung des G7-Gipfels, sondern ein Beispiel erfolgreicher deutscher Politik wie der Flughafen Berlin-Brandenburg.“

Selbstkritisch gingen die Schüler auf ihren eigenen Umgang mit neuen Kommunikationsmedien ein. Das Jahrgangsmotto „WhatsAbi“ spiele natürlich auf die scheinbare Abhängigkeit vieler Jugendlicher von den neuen Technik an: „Warum sollten wir nicht alle technische Möglichkeiten nutzen?“

Doch die Schüler wissen auch: „Wir unterstützen amerikanische Big-Brother-Phantasien, wenn wir überall digitale Spuren hinterlassen und Fotos von jedem Salat posten, den wir essen.“

„Ich bin sprachlos“, begann Landrat Dr. Reinhard Kubat sein Grußwort nach dem Auftritt des Kammerchors: Die Eindrücke der Reden und des Chores seien so intensiv: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. - Sie sind gut vorbereitet auf Ihren Lebensweg!“

Wenn die Schüler nun hinaus in die Welt zögen, um einen Beruf zu erlernen, müssten sie stets im Hinterkopf behalten: „Sie sind hier willkommen, wenn Sie eines Tages zurückkommen wollen.“

Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Jürgen van der Horst, der als Vater einer Abiturientin hautnah miterleben konnte, wie intensiv die Prüfungsvorbereitungen in den vergangenen Monaten waren: „Finden Sie Ihr Glück in der großen, weiten Welt.. Wir freuen uns über jeden, der zurückkommt.“

Auch zum Abi-Motto „Whats Abi“ konnte der Rathauschef und Vater Humorvolles beitragen: „Die neue Technik birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chancen, Wichtiges mitzuteilen: „Räum doch bitte mal dein Zimmer auf!“

Die Grüße der Kirchen überbrachte Dekanin Eva Brinke-Kriebel: „Es ist geschafft, aber es ist nur ein Gipfel auf dem Weg Ihres Lebens. Weitere Täler und Berge werden folgen.“

Im Namen des Elternbeirats gratulierte Marianne Blume und stellte fest: „Ihr werdet heute über euren Messenger Whats App nur lachende Smileys verschicken.“

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