Schwerverkehr auf der Umgehungsstraße

Landauer leiden unter Lärm

Bad Arolsen-Landau - Lärmmessungen an der Bundesstraße 450 – 
ausgerechnet von der 
 Umgehungsstraße Landau fühlen sich Bewohner so sehr belästigt, dass über Schallschutzmaßnahmen nachgedacht wird.

Lärmmessungen an der Bundesstraße 450 – 
ausgerechnet von der 
 Umgehungsstraße Landau fühlen sich Bewohner so sehr belästigt, dass über Schallschutzmaßnahmen nachgedacht wird. Von Armin Haß Bad Arolsen-Landau. Das Problem dürfte sich noch ver-schärfen, der dafür verantwortliche Lkw-Verkehr noch mehr zunehmen, wie Bürgermeister 
Jürgen van der Horst in der Ortsbeiratssitzung erklärte. So würden weitere Projekte im 
Bioenergiepark Nordwaldeck diskutiert, durch die die B 450 stärker beansprucht würde. Bisherige Messungen unter 
der Regie von Hessen Mobil zeigten, das die Geräuschbelastung minimal unter den 
Grenzwerten für Wohnlagen 
liege, wie Ortsbeiratsmitglied Tino Hentrich erklärte. Aber Anwohner erklärten, dass die Standorte für die Messungen unglücklich gewählt worden seien und neue Untersuchungen erfolgen sollten. Anwohner hätten erklärt, dass sie schon nicht mehr bei offenem Fens-ter schlafen könnten. Der Magistrat werde sich, so van der Horst, für neue Messungen und die Reparatur der Dehnungsfugen auf der Brücke der B 450 einsetzen. Beim Überfahren der Lücken verursachen Lastwagen laute Geräusche. Abgelehnt wird der von Landwirten aus Wetterburg gefor-derte Bau einer Umgehung durch das Wetterholz. Ortsbeiratsmitglied Werner Schäfer kritisierte, dass der Bauernverband die Forderung unterstütze. Schließlich würden durch die Trasse die Belange der Landwirte aus Landau berührt. Deren Interessen würden aber in der Erklärung des Kreisbauernverbandes berücksichtigt. Die Wetterholz-Trasse war vor einigen Jahren von dem Wetterburger Landwirt Heinz 
Brühmann vorgeschlagen worden, um die Flächenverluste 
für die vier Bauern auf den Aussiedlerhöfen und die Durchschneidung der Flächen durch die Umgehung zu vermeiden. Doch damals war die Variante schon von Vertretern von Hessen Mobil abgelehnt worden. Die Verkehrsfachleute erklärten, eine Umgehung durch das Wetterholz werde nicht im erhofften Maße akzeptiert, sagte der Bürgermeister. Die Entfernung von oder nach Bad Arolsen würde sich bei dieser Verkehrsführung verlängern. Die jüngsten Verkehrszählungen würden beweisen, dass die von den Landwirten in Wetterburg geforderte Trasse nicht den gewünschten Effekt haben werde. Die Ergebnisse lägen 
im Februar oder März vor. Am besten wäre eine Trasse parallel der Bahntrasse. Die Sorgen der Landwirte würden ernst genommen. Um die Flächen-
verluste durch Ausgleichsmaßnahmen möglichst gering zu halten, sei in einem Bündnis mit den übrigen nordwaldeckischen Gemeinden und der Energie Waldeck-Frankenberg vereinbart worden, gemeinsam 
Lösungen zu finden. Sollte wider Erwarten doch die Wetterholz-Variante von den Straßenplanern favorisiert werden, so müsste auf politischer Ebene diskutiert werden, ob eine solche Umgehung gewollt sei. Schließlich würden dadurch Landwirte aus Neu-Berich betroffen und werde der Ortsteil vom Twistesee abgetrennt.Ortsbeiratsmitglied Hentrich 
ergänzte, nach Zahlen von 2010 würde eine ortsnahe Trasse mit 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, die Straße durchs Wetterholz hingegen mit sieben Millionen Euro. (ah)

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