Landespreis für Integration der Arbeitswelt

Arbeit als Wertschätzung und Sinnstifter

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Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel  vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration überreicht den Landespreis für die beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen. Die mit 3000 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die Volkswagen AG in Baunatal, an die Seidel GmbH in Marburg und an die Camerin- Servicezentrale in Stadtallendorf mit ihren Franchise Eis-Cafes. Sie alle geben Menschen mit Behinderungen eine sinnstiftende Arbeit.

Bad Arolsen. Bei einem Festakt in der Aula des Bathildisheimes hat Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel vom Hessischen Sozialministerium die drei mit jeweils 3000 Euro dotierten Landespreise für beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen an drei Unternehmen aus Nordhessen vergeben.

Ausgezeichnet wurden in der Kategorie der Großunternehmen das Volkswagenwerk in Baunatal, weil man sich dort mit viel Kreativität bemüht, geeignete Arbeit für die rund 3000 Mitarbeiter mit Tätigkeitseinschränkungen zu finden. Allein 1300 der 17.000 Mitarbeiter in Baunatal gelten als Schwerbehindert.

In der Kategorie der mittelständischen Unternehmen wurde die Firma Seidel GmbH aus Marburg ausgezeichnet. der Weltmarktführer für Aluminiumprodukte für die Kosmetikindustrie (Cremetiegel, Flakonaufsätze und Lippenstifthüllen) kommt fast auf eine Schwerbehindertenquote von zehn Prozent. Prokuristin Pia Meier erklärte in einer sehr emotional mitreißenden Dankesrede: "Wir beschäftigen Menschen mit Behinderung aus Überzeugung. Diese Menschen können uns motivieren, die wir oft unglücklich sind mit all unseren Stärken."

In der Kategorie der Kleinen Mittelständischen Unternehmen wurde das Franchise-Unternehmen Camerin-Servicezentrale mit Sitz in Stadtallendorf ausgezeichnet. Firmeninhaber Marcello Camerin und seine Mutter Mirella geben in ihrem Eiscafe in Stadtallendorf der Mitarbeiterin mit Downsyndrom Johanna eine motivierende und sinnstiftende Arbeit.

Camerin sprach vor den Unternehmern aus nordwaldeck von einer "Moralischen Motivation", die Beispiel für andere geben solle: Auch Menschen mit Behinderung verdienen für ihre Arbeit Wertschätzung, Vertrauen und Zutrauen. Johanna jedenfalls sei über ihre Arbeit im Eiscafe über sich hinaus gewachsen und werde auch von den Kunden nicht nur akzeptiert, sondern sehr geschätzt.

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