Rheuma-Selbsthilfegruppe Bad Arolsen feiert ihr 30-jähriges Bestehen

Leben mit Krankheit meistern

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Unter dem Schirm der Rheumaliga feierte die Selbsthilfegruppe Bad Arolsen ihr 30-jähriges Bestehen. Unser Bild zeigt (v.l.) Jürgen Krapf und Dorothea Friedrich vom Leitungsteam, Reinhard Wirsing, von der Rheumaliga Hessen, Gudrun Ostheimer und Doris Wittmer vom Leitungsteam.

Bad Arolsen. Vor  dreißig Jahren wurde die Rheuma-Selbsthilfegruppe in der Residenzstadt gegründet. Für die 185 Mitglieder war das ein Grund, den Geburtstag mit einer erweiterten Herbstfete zu feiern.

 „Dreißig mal 365 Tage, das sind 11000 Tage Hilfe zur Selbsthilfe“, stellte Gudrun Ostheimer vom Leitungsteam inmitten der fröhlichen Runde fest, die sich im Restaurant Schlossgarten eingefunden hatte.

Auch Abordnungen befreundeter Gruppen aus Bad Wildungen und Ziegenhain nahmen an der Feier teil, bildet doch der Austausch untereinander die Grundlage der Selbsthilfegruppen.

Auf deren Ziele und Hintergründe ging der aus Frankfurt angereiste Geschäftsführer der Rheuma-Liga Hessen, Reinhard Wirsing, näher ein. Das gemeinsame Ziel sei, Rückhalt zu geben, die rheumatische Erkrankung in den Alltag zu integrieren und die Lebenssituation zu verbessern.

„Das wird hier seit Jahrzehnten praktiziert“, bescheinigte Wirsing der Bad Arolser Selbsthilfegruppe, die derzeit von einem vierköpfigen Team um Dorothea Friedrich geleitet wird. Die Gruppen innerhalb der Rheuma-Liga hätten dazu beigetragen, Betroffene nicht mehr als reinen Kostenfaktor, sondern als Menschen und Gestalter anzusehen.

So steht bei den Zusammenkünften der Mitglieder nicht nur der Austausch, sondern vor allem die Bewegung im Vordergrund, um Beschwerden vorzubeugen und Schmerzen zu lindern. Ein augenzwinkernder Rückblick galt der Aquafitness im Arobella.

 Viel Spaß macht der Gruppe dort die gemeinsame Funktionsgymnastik, die schon zu Songs von Helene Fischer und sogar zu zackiger Marschmusik absolviert wurde.

Außerdem werden gemeinsam Feiern und Fahrten unternommen, und die die neun Trainingsgruppen treffen sich zu Kaffee und Kuchen, wobei die Krankheit in den Hintergrund rückt. Auch das Wirken ehemaliger Leiterinnen der Selbsthilfegruppe, von Gründerin Hilde Gottmann über Karin Schulze bis Renate Langer, wurde gewürdigt. (sim)

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