Volkmarsen

Mit leerem Beutel keine großen Sprünge geplant

- Volkmarsen (-es-). Stadtsanierung, Familienzentrum, Halle Külte – nach mehreren Jahren voller Großinvestitionen wird im kommenden Jahr in Volkmarsen auf die Bremse getreten. Nur kleinere Projekte werden noch angeschoben, Begonnenes zu Ende finanziert.

Dennoch geht die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter auseinander: Das Haushaltsdefizit wird sich im kommenden Jahr um rund 460 000 Euro auf 1,6 Millionen Euro erhöhen. Grund sind sinkende Einnahmen, vor allem bei den Schlüsselzuweisungen des Landes, und steigende Umlagen an den Landkreis. „Wir könnten uns als Stadt nach dem Abschluss der Stadtsanierung, dem Umbau des Familienzentrums und der Erweiterung der Külter Halle auch für einige Jahre ganz aus den Bauinvestitionen zurückziehen“, sinnierte gestern Bürgermeister Linnekugel und fügte hinzu: „Dann würde die Stadt auch nicht untergehen.“ Dennoch wollen wir natürlich, dass es weitergeht mit unserer Stadt. Deshalb sei er froh, dass es gelungen sei, Bauinvestitionen in der Stadt am Fuße der Kugelsburg in Gang zu bringen, für die die Stadt aber keine Eigenmittel aufbringen müsse. Aus Beispiel nannte Linnekugel die geplante 1,6 Millionen Euro teure Sanierung des Bahnhofs durch den Energieversorger EWF und den Bau einer Außenwohngruppe für das Bathildisheim im Wert von 2,5 Millionen Euro. Linnekugel: „Das bedeutet schon eine Menge Input für die regionale Wirtschaft.“ Außerdem planen die Stadtwerke wieder Investitionen in neue Wasser- und Kanalleitungen. Allein aus dem „Sofortprogramm Abwasser“ fließt im kommenden Jahr eine Million Euro für Kanäle in Lütersheim und Ehringen.

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