Berndorf

Lernen fällt leichter mit Bewegung im Schulalltag

- Twistetal-Berndorf (-es-). Im Rahmen des Zertifikats „Gesunde Schulen“ bemühen sich seit zwei Jahren viele Grundschulen im Kreisgebiet darum, den Lernalltag für Schüler und Lehrer zu verbessern.

An der Grundschule in Berndorf mit ihren 115 Schülern und sieben Lehrerinnen ging es am gestrigen Mittwoch um das Teilzertifikat „Bewegung“. Dabei stellte die Schule unter Beweis, dass sie seit über einem Jahr aktiv darum bemüht ist, mehr Bewegung in den Schulalltag zu bringen. Gemeint ist dabei nicht nur ein moderner Sportunterricht und ein breites Angebot an Pausenspielgeräten. Vielmehr geht es um Bewegungsspiele, die in den Fachunterricht eingebaut werden. Als Beispiele nennt Schulleiterin Sabine Ehringhausen-Osthöver Lauf- und Schleichdiktate, die Arbeit an Stationen, Bewegungsgeschichten oder Bewegungslieder. Buchstaben und Worte lassen sich in einem bewegten Unterricht besser lernen und sogar das Rechnen fällt leichter, wenn man stehen, gehen und schnell huschen kann als wenn der ganze Schulalltag nur im Sitzen erlebt wird. Die Lehrerinnen der Grundschule berndorf haben durchweg gute Erfahrungen mit den neuen Lernmethoden gemacht. Sobald die Konzentrationsfähigkeit nachlässt, wird ein Bewegungsspiel eingeschoben. Gehirnforscher können sogar nachweisen, dass das Lernen leichter fällt, wenn sich der Körper bewegt, wenn beide Gehirnhälften angeregt werden und aktiv beteiligt sind. Begleitet wird die Einführung des Bewegungskonzeptes ebenso wie die Vorbereitung der übrigen Teilzertifikate „Ernährung, „Sucht und Gewalt“, „Umwelt“ oder „Verkehr“ durch die CRS-Lehrerin Beatrix Broeker, die vom Schulamt als Fachberaterin für das Projekt „Gesunde Schule“ eingesetzt wurde. Bei der gestrigen Visite in der Grundschule Berndorf überzeugte sich auch Schulamtsdirektorin Ruth Pfannstiel von der Umsetzung des Konzeptes. Ziel der Zertifizierung sei es Prozessstrukturen in die Schulen zu bringen. Mit Überreichen der Urkunde sei längst nicht alles erreicht. Das Zertifikat sei vielmehr ein Meilenstein, dem weitere folgen müssten.

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