Bad Arolsen-Wetterburg

Magistrat lässt nicht locker

- Bad Arolsen-Wetterburg (r). Die vom Ortsbeirat Wetterburg favorisierte Umgehung durchs Wetterholz ist „bauunwürdig“, wie das Arolser Amt für Straßen- und Verkehrswesen in einem aktuellen Schreiben mitgeteilt hat. Dies berichtet Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Die schätzungsweise sieben Millionen Euro teure Trasse sei zu teuer, biete eine viel zu geringe Entlastung des Ortes und damit keine Realisierungschance.

Schwierig gestalte sich nun die weitere Entscheidungsfindung in der Stadtverordnetenversammlung. Der Ortsbeirat hat sich lediglich für die Umsetzung der Variante „Wetterholz“ ausgesprochen, während er aufgrund der anschließenden Pattsituation keine Stellungnahme zu der von der Verwaltung vorgeschlagenen Nord-West-Umgehung abgegeben hat.

„Pflichtgemäß“, so van der Horst, „wird der Magistrat das Konzept für eine Nord-West-Umgehung an die Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung weiterleiten. Da die vom Ortsbeirat vorgezogene Variante Wetterholz nicht möglich ist und kein positives Votum für die einzig realisierbare Variante vorliegt, kann ich Magistrat und Stadtverordneten keine Beschlussempfehlung vorlegen.“ Als Alternative werde die Stadtverwaltung in einer erneuten Eingabe an das Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen fordern, die Fernzielbeschilderung auf der A 44 zu ändern und den Fernverkehr schon über die Ausfahrt „Zierenberg“ zu führen. Dies könnte zu einer bescheidenen Entlastung von Wetterburg führen. Nach dem Scheitern von zwei Vorstößen erwartet der Magistrat bezweifelt Da schon zwei Vorstöße gescheitert sind, misst der Bürgermeister einer weiteren Anfrage keine ernsthaften Erfolgsaussichten bei. Zudem hält van der Horst eine Neuorientierung im Förderprogramm Stadtumbau Nordwaldeck für erforderlich, in dem Wetterburg mit dem Twistesee der Förderschwerpunkt von Bad Arolsen ist. Der Magistrat will zwar weiterin die touristische Infrastruktur des Twistesees investieren, weitere Vorhaben in der Ortslage, wie vom Planungsbüro empfohlen, liefen jedoch ohne Perspektive für eine Umgehung ins Leere. Das Förderprogramm laufe nur noch fünf Jahre. Die Neuausrichtung erfordere einen „erheblichen Planungsvorlauf“, daher dürfe keine Zeit verloren werden.

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