350 Menschen bei Gegenkundgebung zu AfD-Veranstaltung

Mahnwache gegen Fremdenhass

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Mahnwache gegen Fremdenhass vor der Flüchtlingsunterkunft in Wetterburg.

350 Teilnehmer nahmen am Montagabend an der Mahnwache in Wetterburg  gegen Fremdenhass teil und 66 Besucher nebenan an einer AfD-Versammlung.

 Die Mahnwache fand zwischen dem zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Martin-Luther-Haus und der Wetterburger Twisteseehalle statt, in der die Alternative für Deutschland zu ihrer Gegenkundgebung parallel zum Auftritt der Kanzlerin Angela Merkel beim Politischen Aschermittwoch der CDU Volkmarsen mit 2200 Besuchern eingeladen hatte.

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn hier in der Kälte mehr Menschen sind als drinnen in der warmen Halle“, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst zum Abschluss der Kundgebung, die mit einem Transparent und ohne große Reden auskam. Was van der Horst nur ahnen konnte: Dem AfD-Kreisverband Waldeck-Frankenberg gelang es, nur knapp 70 statt der erwarteten 250 Besucher in die Halle zu locken.

Dort sprach unter anderem der bayerische AfD-Sprecher Petr Bystron zur Flüchtlingspolitik. Er bezeichnete den größten Teil der Flüchtlinge als Migranten, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa strebten.

Zu den aufmerksamen Zuhörern zählten, als AfD-Anhänger, der Arolser Pfarrer Gerhard Lueg, und der politische Paradiesvogel Henricus Pillardy, der in Volkmarsen gegen Amtsinhaber Hartmut Linnekugel bei der Bürgermeisterwahl antritt und sich gleichzeitig auf der Liste der Linken um einen Sitz im Kreistag bewirbt.

Vor dem Martin-Luther-Haus, in dem rund 20 Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern seit Oktober wohnen, strömten Menschen aus verschiedensten politischen Parteien und Gruppierungen, aus Gewerkschaft und Kirchen, aus karitativen Orgamisationen und der Flüchtlingshilfe zusammen. Stadtrat Udo Jost hatte mit den Fraktionen von CDU, SPD, FDP, FWG, OL, Grüne  und Bürgerliste zu der Versammlung aufgerufen. (ah)

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