Endspurt im Solarpark Mengeringhausen: Bis Ende Juni 354 neue Solartische am Netz

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Bis zu einen halben Kilometer lang sind die Solarmodule nebeneinandergereiht: Die Geschäftsführer der Bürgersolarpark GmbH u. Co. KG, Walter Knüppel und Marcus Kälber, mit einem der neuen großen Photovoltaktische auf dem ehemaligen Standübungsplatz. Foto:

Bad Arolsen-Mengeringhausen. - Endsüpurt im Bürgersolarpark Mengeringhausen. Ende Juni werden die 354 Solartische fristgerecht den Strom in das Netz der Energie Waldeck-Frankenberg einspeisen.

Ende März erfolgte der erste Spatenstich für den zweiten Bausbschnitt. Kurz vor Ostern, also in der ersten Aprilwoche, waren die zm Verkauf angebotenen Solareinheiten alle verkauft. Bewegung kam nochmals in die Vermarktungsbemühungen, als ein großer Auftraggeber von dem Erwerb von 51 Tischen zurücktrat. Doch auch die konnten in den letzten ein bis zwei Wochen problemlos verkauft werden.

Insgesamt wurden 11,5 Millionen Euro in die Erweiterung des Solarparks investiert. 90 Prozent der Käufer stammen aus der Region: „Das ist auch unser Konzept“, stellt Geschäftsführer Walter Knüppel im Hinblick auf den Gründungsgedanken hinter der Bürgersolarpark-Gesellschaft fest. Zudem gehe es darum, umweltfreundliche Energie vor Ort zu investieren und regional die Energiewende herbeizuführen. Die Gemeinschaft der Eigentümer ist nunmehr auf etwa 220 gewachsen. Der Run auf die neuen Solartische ist dadurch begründet, dass zum 1. Juli die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen um 15 Prozent gekürzt wird. Die darüber hinaus gehenden Kürzungen sind erst mal von der Politik aufgeschoben worden. Mithilfe der bisherigen Solarbäume können 1040 Haushalte mit Strom versorgt werden, durch di neuen Anlagen können weitere 1635 Haushalte beliefert werden.

Derzeit sind 50 Arbeiter auf dem 40 Hektar großen Areal tätig. Während das Aufstellen der Solartische relativ schnell über die Bühne geht, nahm die Verlegung der Kabeltrassen mehr Zeit in Anspruch. So muss eine Mittelspannungsleitung über 3,5 Kilometer hinweg bis ins Mengeringhäuser Feld verlegt werden. Ab Ende Juni werden die 30 000 Module die Energie über die Wechselrichter den sechs Transformatoren zuführen.

Die Arbeiten werden zusammen mit dem Planungsbüro Kälber abgewickelt. Neben diversen heimischen Betrieben ist die international erfahrene Firma Sonett am Bau beteiligt. Der Solarpark wird nachts bewacht und steht unter besonderer Kontrolle der Polizei, wie sich kürzlich erst bei der Festnahme von Dieben auf dem Gelände zeigte. (ah)

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