Mengeringhausen

Mengeringhäuser Museumsverein feierte Doppeljubiläum

- Bad Arolsen-Mengeringhausen (-es-). Mit einer Feierstunde am Sonntagmorgen und einem bunten Unterhaltungsprogramm am Nachmittag hat der Museumsverein an die Vereinsgründung von 20 Jahren und die Eröffnung des Heimatmuseums vor zehn Jahren erinnert.

Zum Doppeljubiläum gratulierten zahlreiche Besucher, darunter Abordnungen aller Mengeringhäuser Vereine. An die Anfänge des Museumsvereins und des Großprojektes Heimatmuseum erinnerte Vorsitzender Henner Syring. Als „Jahrhundertglück“ bezeichnete er den Ankauf des Hauses Meuser durch die Familie Wilke (Firma Hewi), die das diemelsächsische Vierständerhaus, dem Verein schenkte. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte das Museumsprojekt finanziell und übernahm 40 Prozent der Sanierungskosten von insgesamt 1,5 Millionen Mark. Weitere 40 Prozent kamen vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege. Die restlichen 20 Prozent teilten sich Stadt und Museumsverein, wobei der Verein mit sieben besonders aktiven Mitgliedern 8000 unbezahlte Arbeitsstunden leistete, kiloweise Staub schluckte und am Ende 50 Tonnen Lehm für die fachmännisch erneuerten Fachwerk-Gefache verbaute. Von 1994 bis 1997 dauerten die Arbeiten. Weitere zwei Jahre verstrichen für die Einrichtung des Museums. Das Ergebnis dieser außergewöhnlichen Initiative wurde mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis gewürdigt. Im Heimatmuseum Mengeringhausen werden seit zehn Jahren in 22 Zimmern und auf 505 Quadratmetern Ausstellungsfläche Beispiele des Lebens in einem Ackerbürgerstädtchen gezeigt. Dargestellt wird außerdem die Geschichte der Stadt mit Garnison und Wasserversorgung. In einem Ausgrabungsraum ist eine alte Feuerstelle mit Fundstücken aus dem Haus zu sehen. Im Garten am Teichwall haben die Museumsfreunde einen Kräutergarten angelegt. Geöffnet ist das Heimatmuseum jeden zweiten und vierten Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Zusätzliche Gruppenführungen unter Telefon 05691/2254, 4829 oder 5179.

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