Konstituierende Sitzung der Synode für Twiste-Eisenberg in Bad Arolsen

Meyer Präses im neuen Kirchenkreis

Bad Arolsen - Die Synode des neuen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg hat als Präses den Prädikanten Karsten Meyer aus Helsen berufen. Er war mit 49 Stimmen im Bürgerhaus von Bad Arolsen berufen worden, sein Mitbewerber Jochen Klein aus Volkmarsen unterlag bei der geheimen Wahl knapp mit 42 Stimmen. Die insgesamt 111 Mitglieder zählende Synode des seit 1. Januar bestehenden Kirchenkreises hatte sich nach einem Abendmahlgottesdienst in der Stadtkirche mit Dekanin Eva Brinke-Kriebel und Pfarrer Gerhard Lug zur konstituierenden Sitzung getroffen.

Das im Gottesdienst zum Auftakt der Synode gesungene Kirchenlied „Lasst uns miteinander“ sei Motto, Aufgabe und Leidenschaft für die Synodalen, sagte die Dekanin. Neben den in der kirchlichen Grundordnung festgelegten Aufgaben des aus Laien und Pfarrern bestehenden Gremiums des Kirchenkreises gehe es auch um die Frage, wie auf der Grundlage des Finanzzuweisungsgesetzes die diversen Aufgaben erfüllt werden können, müssten Budgets etwa für die Bereiche Baum, Diakonie oder Personal verwaltet werden: „Es ist immer zu wenig“, räumte die Dekanin ein. In vielen weiteren gesellschaftlichen Bereichen werde ebenfalls die Frage gestellt, wie man sich neu aufstellen könne, um die Herausforderungen meistern zu können, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Er sehe im Bereich des neuen Kirchenkreises die Bereitschaft der Menschen zum Miteinander. Allerdings bestehe auch Sorge in den Gemeinden um den Erhalt der bestehenden Angebote. Die Bürgermeister in den betreffenen politischen Gemeinden „stehen an Ihrer Seite“, bekräftigte der Arolser Rathauschef. Dabei verwies er auf die Kooperationen im Bereich der Kindergärten. Die erste Personalentscheidung der Synode wurde mit der Berufung von Präses Karsten Meyer getroffen. Der beruflich als Erzieher und Wohngruppenleiter im Bathildisheium tätige gebürtige Kasseler ist seit vielen Jahren in der Kirche aktiv, in der dritten Amtsperiode nun im Kirchenvorstand von Helsen. Bei der Fusion müssten Chancen und Ressourcen aus den beiden ehedem eigenständigen Kirchenkreises betrachtet werden, sagte Meyer. Er blicke positiv in die Zukunft, wenngleich Sorgen und Ängste nicht weggewischt werden dürften. Stellvertreter des neugewählten Präses ist Pfarrer Jörg Schultze (Heringhausen). Geistliches Mitglied aus dem ehemaligen Kreis der Twiste ist Pfarrer Uwe Jahnke (Mengeringhausen), seine Stellvertreterin Pfarrerin Claudia Engler. Geistliches Mitglied für den Bereich des Eisenbergs wurde Pfarrerin Christel Wagner (Meineringhausen), ihr Stellvertreter Pfarrer Christian Röhling (Willingen). Jochen Klein und wurde als ehrenamtliches Mitglied für den Bereich der Twiste in das Gremium berufen, seine Stellvertreterin ist Inge Dietzel (Braunsen). Für den Eisenberg sind Martina Steuber (Korbach) und Dr. Jürgen Römer (Dalwigksthal) als ehrenamtliche Vorstandsmitglieder gewählt worden, Deren Stellvertreter sind Christian Hellwig (Willingen) und Susanne Buxan (Volkmarsen). Kraft Amtes gehört dem Gremium die Dekanin an. In den nächsten Wochen konstituieren sich die Ausschüsse, für die sich während der Synode Interessenten melden konnten: Diakonie, Kinder- und Jugend, Partnerschaften (Namibia und Ostjava), Kirchenmusik, Bildung und Umwelt. In den Finanzausschus wurden berufen: Pfarrer Lueg (Bad Arolsen), Karin Jaeger (Eppe), Fritz Wilkens (Korbach), Martina Tirre (Diemelsee), Hans-Jürgen Fehling (Rattlar), Wilhelm Dietzel (Diemelstadt/Rotes Land) und Michael Rohde (Korbach). Dieses Gremium bildet zusammen mit dem Vorstand den Personalstellenausschuss. Für den Findungsausschuss zur Berufung eines Dekans wurden aus der Synode berufen die Pfarrer Christian Rehkate (Landau) und Röhling sowie als Laien Reiner Freudenstein (Bad Arolsen) und Ulrich Faß-Gerold (Diemelsee). Dem Gremium gehören außerdem an der Kirchenkreisvorstand, drei Pfarrer aus der Pfarrkonferenz und zwei Mitglieder des Kirchenvorstandes, dem der amtierende Dekan angehört. In das Gremium für die Berufung eines Propstes wurde gewählt Hans Pohlamnn (Korbach). Beschlossen wurden die neue Satzung des Zweckverbandes Kirchenkreisamt und die Satzung des Zweckverbands Diakonisches Werk-Waldeck-Frankenberg. Mit 54 Stimmen votierten die Synodalen für den Wegfall einer Verbandsvertretung. In den Vorstand wurden Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil (Bad Arolsen) und als sein Stellvertreter Pfarrer Günter Engemann berufen.Die Kirchenkreissynode tagt zum nächsten Mal im Rahmen des Bischofs-Besuches am 21. März in Flechtdorf. Im Mai soll der Haushalt veranschiedet werden. Für den 13. Juli ist ein Kirchenkreis-Fest in Bad Arolsen geplant, am Vorabend wird in der Stadtkirche ein Konzert statfinden. (ah)

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