Helsen

Moritz und Marcel Ruhl feiern Erfolge am Schachbrett

- Bad Arolsen-Helsen (resa). Auf ihrem Fensterbrett reiht sich ein Pokal an den anderen, im Schrank liegt die Wettkampfkleidung: Marcel und Moritz Ruhl feiern seit zwei Jahren Erfolge beim Schachspielen – und haben noch viel vor.

Als ihnen die Mühlesteine und Mensch-ärger-dich-nicht-Püppchen zu langweilig wurden, machten sich Marcel und Moritz Ruhl auf die Suche nach spannenderen Aufgaben. „In der Spielesammlung fanden wir dann plötzlich Pferdeköpfe und Türme“, erinnert sich der neunjährige Moritz. „Und diese Figuren gefielen uns einfach so gut“, schwärmt auch Marcel. Damals gingen die beiden pfiffigen Helser noch nicht in die Schule, hatten gerade ihren vierten Geburtstag gefeiert. „Wir haben ihnen erklärt, dass Schach noch viel zu schwer für sie sei“, erinnert sich Mama Ina Ruhl schmunzelnd. Doch lange ließen sich die Jungs nicht vertrösten. Irgendwann gaben Ina und Peter Ruhl nach und erklärten ihren Kindern die Grundregeln. „Viel wussten wir nicht, aber trotzdem fingen die beiden gleich Feuer“, sagt Papa Peter. Die Erfolge, die Marcel und Moritz schon bald feiern würden, erahnten die Eltern damals noch nicht. Anfangs setzten sie sich häufig noch mit ans Brett und traten gegen die Kinder an. „Aber das wurde irgendwann langweilig, denn wir haben immer gewonnen“, lacht Moritz. Also traten die beiden gegeneinander an. In der Schule tat sich dann eine neue Möglichkeit auf, um die Jungs zu fördern. „An der Grundschule Helsen gibt es für Dritt- und Viertklässler nachmittags eine Schach-AG“, erklärt Ina Ruhl, die sich als Elternbeirätin engagiert. Damals waren Moritz und Marcel aber noch i-Dötzchen und die AG passte nicht in den Stundenplan. AG-Leiter Peter Kirschning empfahl der Familie daraufhin den örtlichen Schachverein. Jeden Dienstag treffen sich hier Kinder um 15 Uhr und grübeln über Strategien und Züge, treten gegeneinander an und bekommen wichtige Tipps. „Anfangs haben wir manchmal gegen die Älteren verloren“, erzählt Marcel, „aber Gewinnen macht richtig Spaß.“

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Mittwoch, 6. Januar 2010.

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