Erheblicher Dachschaden erfordert teure Sanierung

Mütze für den Rhoder Kirchturm

Diemelstadt-Rhoden - Die Kirchturmspitze sieht mit der grünen „Mütze“ etwas ulkig aus - die Schäden erfordern umgehende Sicherungsmaßnahmen. Eine aufwendige Sanierung steht an.

Bereits im Sommer waren erhebliche Schäden am Dach des Rhoder Kirchturms aufgefallen, und ein Teil des Kirchplatzes war abgesperrt worden. Doch das reicht bei weitem nicht mehr aus, um Passanten und Kirchgänger zu schützen. Daher wurde am Dienstag mithilfe eines Steigers die Dachhaut mit einem grünen Netz überzogen, das das Herabfallen von Dachschindeln verhindern soll. 11 000 Euro hat der Kirchenkreis für die Notsicherung bereitgestellt.

Bei der Inspektion von Sturmschäden war festgestellt worden, dass die Eindeckung löchrig geworden ist und Schieferplatten bereits zwischen den Fingern zerbröseln. Auch die Balken sind morsch geworden. Die Kosten für eine Sanierung werden bereits auf 100 000 Euro geschätzt, dabei war eigentlich in Kürze eine Erneuerung der Orgel angesagt. Nun soll so bald wie möglich das Turmdach saniert werden. Die Arbeiten werden wegen des bevorstehenden Winters erst im kommenden Jahr begonnen.Bei der „Befahrung“ des Kirchturms mit einem auf 52 Meter ausfahrbaren Steigers konnte Pfarrerin Claudia Engler sich auch ein Bild von den sanierungsbedürftigen Fugen im Mauerwerk des Turmaufsatzes machen. Das betrifft auch das schmucke Zifferblatt der Turmuhr, das an vier Punkten in den Wänden verankert wurde, dort sind die Fugen stark ausgewaschen worden und sind die Befestigungskonstruktionen angerostet. Die Geistliche ist mit dem Steiger bis zur Turmspitze herangefahren worden und war der Wetterfahne zum Greifen nahe. Die Metallkonstruktion sieht immerhin noch recht solide aus. (ah)

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