Wrexen: Karnevalsprinzessin Martina Hofeditz in Stadtverwaltung beschäftigt

Narren unterwandern das Rathaus – Bildergalerie

+
Die Wrexer Prinzengarde in Aktion.

Diemelstadt-Wrexen - Auf den letzten Drücker haben die Wrexer Narren doch noch ein neues Prinzenpaar küren können: Jörg und Martina Hofeditz bekamen am Samstag bei der Karnevalssitzung in der Diemelgoldhalle den Rathausschlüssel überreicht.

Knapp ein Jahr nach seiner „Inthronisierung“ fiel dem neuen Bürgermeister Elmar Schröder die ehrenvolle Aufgabe zu, den neuen Regenten die Amtsinsignien für die „fünfte Jahreszeit“ zu übertragen. Wie die städtische Mitarbeiterin Martina Hofeditz ihr Amt gemeinsam mit ihrem Ehemann ausüben wird, dürfte spannend werden. Das neue Prinzenpaar ist karnevals­erprobt - als Vater des früheren Kinderprinzen verriet Jörg Hofeditz dessen schalkhaften Rat: „Wenn du kein Wort herausbekommst, dann rufe einfach Schurri und laufe einfach weg!“, schmunzelte der neue Regent. Doch den Volkmarser Narrenruf brachte niemand über die Lippen. Auch Pfarrerin Elke Carl bekannte sich zu dem tollen Treiben: „Heute sage ich statt halleluja Wrexen helau!“ Sie begeisterte das Publikum mit dem Hit „An Tagen wie diesen“ der Punk-Band „Die Toten Hosen“.

In Warnweste und mit Bauarbeiterhelm gab Bürgermeister Schröder seinen närrischen Einstand - und erntete mit seinen launigen Betrachtungen über die Bauarbeiten in Wrexen Beifall. Und sollte einmal das Strahlen im Gesicht der Narren fehlen, dann, so kalauerte er, könne doch ein wenig vom Wrexer Uran ins Wasser gemischt werden. Doch da sei der im vorigen Jahr gekürte „Bierkönig Werner I.“ vor, der bei der Narrensitzung endlich seine Krone bekam und in der Showeinlage „Ein Fall für zwei“ mit einem eigenen Song gefeiert wurde: Sitzungspräsident Tobias Seifarth und Sven Behrens rocken die Halle seit zehn Jahren mit eigenen Songs über Wrexen. Da durfte auch das rätselhafte Feuer im vorigen Jahr am Quast nicht fehlen, bei dem Möbel, Matratzen und anderes Inventar in Flammen aufging. Dazu wurden die Texte zum Mitsingen wie bei einer Karaokeshow über einen Beamer an die Wand gebannt - die technische Ausrüstung stellte Axel Ramus kostenlos zur Verfügung.

Höhepunkte der Sitzung waren freilich auch die Tanzdarbietungen: Die „Ladykracher“ inszenierten ein karibisches Tanzdrama. Die Prinzengarde, die auf der Bühne um neue Tänzerinnen warb, erntete auch mit einem Showtanz, bei der auch einige Ehemänner im wahrsten Sinne tragende Rollen bekamen, begeisterten Applaus. Das Chaos-Team musste sich für ihr Ballett zurücklehnen, sonst wären die zu dem Schlager „„Ich steh’ auf dich“ über die Füße gestülpten Figuren nicht zur Geltung gekommen.

Die Flimbees schossen mit ihrerer Show „Zirkus Flimbelli“ den Vogel ab. In abgedunkelter Halle inszenierten sie Lichtspiele.

Inzwischen im Ruhestand, aber lästerhaften Bemerkungen immer noch zugetan ist der „Westfälische Postbote“ Bernd Overbeck, der nach dem Brand der Weihnachtskrippe verriet, wie Phantom, Asterix und andere Comic-Figuren Josef, Maria, das Jesuskind und einen der Heiligen Drei Könige ersetzten. Schließlich lästerte Max Dissen als „Paul Panzer“ über Bio-Essen und Florian Silbereisen. (ah)

1437479

Kommentare