Twistetal

Mit dem Navi in Twister Mühlengraben

- Twistetal-Twiste (-es-). Weil er sich ganz auf sein Navigationsgerät verlassen hat, ist am Mittwoch ein Lkw-Fahrer aus dem Kreis Warendorf mit seinem 30-Tonner-Gespann durch Twiste geirrt und in den Mühlengraben gerutscht.

Twistetal-Twiste. Der halbleere, nur mit Europaletten beladene Lastwagen war eigentlich in Richtung Wieselhof unterwegs. Am sogenannten Hindenburg-Platz vor der Mehrzweckhalle wies das Gerät jedoch nicht den Weg nach links, sondern nach rechts in Richtung Wegscheide. Dann verfranste sich der Lkw-Fahrer noch mehr: Er folgte blind vertrauend den Anweisungen des kleinen Bordcomputers und wunderte sich auch nicht, als die Straße immer enger wurde, sich mehrfach schlängelte und von Asphaltbelag in Schotter überging. Als der Lkw dann nur noch auf einem unbefestigten Feldweg neben dem Mühlengraben rollte, verlor der einachsige Anhänger den Halt und rutschte in den Graben. In dieser Position musste der Lkw einige Stunden ausharren, bis er von einem Kranwagen befreit wurde. „Mein Chef hat mir gesagt: „Wenn du nicht nach Navi fährst, zieh ich‘s dir vom Lohn ab“, gab der Fahrer zu Protokoll. Sein Navi zeigte auch nach dem Unfall noch an, dass der Fahrer der „Straße ohne Namen“ noch zwei Kilometer folgen solle.

Fotos vom Navi-Unfall in Twiste finden Sie in dieser Bildergalerie.

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