Duales Studium bei der Gesundheit Nordhessen Holding

Auf neuen Wegen zu neuen Mitarbeitern

Bad Arolsen - Die Gesundheit Nordhessen (GNH) bietet neuerdings das duale Studium „Health Care Studies“ für Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege an. In Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) stellt das Unternehmen jährlich sechs geförderte Studienplätze bereit.

  1. Das Studium beginnt im zweiten Ausbildungsjahr und wird nach dem Abschlussexamen zum Gesundheits- und Krankenpfleger noch zwei Jahre berufsbegleitend bis zum Bachelorabschluss fortgesetzt. Die Gesundheit Nordhessen reagiert mit diesen neuen Angebot frühzeitig auf den sich im Pflegebereich abzeichnenden Fachkräftemangel und möchte dazu beitragen, die Gewinnung von Nachwuchskräften auch künftig sicherzustellen, so Volker Pape, Leiter des GNH-Bildungszentrums.
  2. Zu den Studien-Pionierinnen bei der GNH gehört Lisa Rurik aus Bad Arolsen, die im vorigen Herbst das Studium aufgenommen hat. Die 21-Jährige hat sich für das duale Studium entschieden, weil sie einfach Spaß am Lernen hat und einen akademischen Abschluss erlangen möchte. „Durch das duale Studium spare ich zudem Zeit: Nach insgesamt fünf Jahren habe ich eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen Bachelor-Abschluss“, sagt Lisa Rurik. Ein weiteres Argument: Für die gesamte Studienzeit hat sie einen sicheren Arbeitsplatz im Krankenhaus Bad Arolsen bzw. bei der Gesundheit Nordhessen.
  3. Lisa Ruriks Zwischenbilanz nach einem halben Jahr Studium fällt durchaus positiv aus: Sie investiert pro Woche sieben bis acht Stunden Zeit zum Lernen. Die Kombination von Berufsausbildung und Studium sieht sie bisher nicht als Doppelbelastung. „Ich brauche eher die Herausforderung.“ Besonders positiv erlebt sie die enge Begleitung durch die Lehrerinnen der Bad Arolser Gesundheits- und Krankenpflegeschule. „Dort habe ich immer eine Ansprechpartnerin und kann Probleme sofort lösen.“ Außerdem hilft Lisa Rurik der fachliche Austausch mit den anderen Studierenden in den sozialen Medien.
  4. „Anstrengend aber machbar“, so lautet die Einschätzung von Karina Rüger aus Ahnatal nach einem halben Jahr dualem Studium. „Ich habe die Entscheidung überhaupt nicht bereut.“ Die 21-Jährige, die ihre Ausbildung am Klinikum Kassel absolviert, nennt drei wesentliche Gründe für ihren Entschluss zum Studium. Sie möchte sich erstens intensiver mit den Themen beschäftigen, als das im Unterricht an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule möglich ist. Zweitens möchte sie durch das wissenschaftliche geprägte Arbeiten einen anderen Blickwinkel auf die Pflege gewinnen und drittens mit einer höheren Qualifikation ihre späteren Berufsaussichten verbessern. Wer sich für das duale Studium entscheide, sollte reichlich Selbstdisziplin mitbringen und sich gut organisieren können, rät Karina Rüger. Und auf die Selbstpflege achten, denn die letzten Tage vor Klausuren bzw. den Abgabetermin von Arbeiten seien natürlich hart.
  5. Von Auszubildenden, die ein duales Studium „Health Care Studies“ aufnehmen wollen, werden neben der Hochschulzugangsberechtigung überdurchschnittliche theoretische Leistungen (Notendurchschnitt besser als 2,5), sehr gute bis gute Praxisbeurteilungen sowie ein hoher Motivationsgrad und Durchhaltevermögen erwartet. Die Hamburger Fern-Hochschule unterhält ein Studienzentrum in Kassel, so dass die nötigen Präsenzphasen ohne logistischen Aufwand absolviert werden können. Alle Studierenden der GNH werden von den Lehrerinnen der Bad Arolser Gesundheits- und Krankenpflegeschule betreut, die selbst berufsbegleitend studiert haben und somit aus Erfahrung sprechen.
  6. Absolventen des dualen Studiums stünden innerhalb der Gesundheit Nordhessen attraktive Karrierepfade offen, beispielsweise als Fachleitung oder pflegepädagogische Leitung, betont Helmut Zeilfelder, Pflegerischer Geschäftsführer im Klinikum Kassel. „Zudem versprechen wir uns mit akademisch ausgebildeten Fachkräften eine weitere Verbesserung der pflegerischen Versorgung.“
  7. Informationen gibt es beim Bildungszentrum der Gesundheit Nordhessen, Volker Pape, Tel. 0561/980-2381, volker.pape@gesundheit.nordhessen.de
  8. , bei der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bad Arolsen, Barbara Streitbürger, Tel. 05691/800-367, barbara.streitbuerger@gesundheit-nordhessen.de
  9. und bei der HFH Kassel: Jutta Trieschmann, Tel. 0561/80706-131, jutta.trieschmann@hamburger-fh.de

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