Spannung unter Lieferanten in Volkmarsen

Neuer Investor für AC-Biogasanlage?

Volkmarsen - Wirbel um die Biogasanlage der Agri Capital in Volkmarsen. Hoffnungen werden in Eigentümerwechsel gesetzt.

Hintergrund ist das von der AC Biogas GmbH in Münster beantragte Insolvenzverfahren. Ein Insolvenzverwalter wurde bestellt. Das Unternehmen selbst, das sich als europäischer Marktführer in der Biogasbranche bezeichnet, beschäftigt in seinen verschiedenen Niederlassungen und am Hauptsitz in Münser 290 Mitarbeiter. An 100 Standorten werden Biogasanlagen betrieben, erst vor zwei Jahren wurde die Anlage in Volkmarsen gekauft und ein Ausbau angekündigt. Die AC Biogas Volkmarsen GmbH und Co. KG ist allerdings klar zu unterschieden von der von heimischen Landwirten betriebenen WFA Agrargas Volkmarsen GmbH, die mit der 2004 errichten Anlage nichts zu tun hat. Momentan ist die Biogasanlage abgestellt, betrofen von diesen Turbulenzen sind 25 Zulieferer, die hauptsächlich in der Großgemeinde Volkmarsen ansässig sind. Aber auch aus Bad Arolsen wird unter anderem Mais angeliefert. Angesichts der in Kürze beginnenden Maisernte herrscht also große Spannung bei vielen Bauern in der Region. Nach Informationen der WLZ besteht aber Aussicht, dass ein niedersächsischer Investor die Anlage erwirbt und die Liefervereinbarungen mit den bisher unter Vertrag stehenden Landwirten übernimmt. Dabei handelt es sich um einen Schweinemäster, der sich in den nächsten Tagen mit den Lieferanten und dem Betriebsleiter treffen will. „Alles bleibt so, wie es ist“, war dazu zu hören. Die AC Biogas GmbH in Münster lehnte gestern eine Stellungnahme als noch verfrüht ab, ebenso war von dem bestellten Insolvenzverwalter nichts zu erfahren. Etwa 700 Landwirte sind insgesamt von der Pleite betroffen. Das 2004 gegründete Unternehmen war auf Expansionskurs.2012 wurde bei der „Einkaufstour“ die Anlage in Volkmarsen erworben. Sie sollte ausgebaut und die Wärme an das Logistikzentrum geliefert werden. Wie und wann es mit der Anlage weitergeht, ist auch aus einem anderen Grund noch offen: So hat das Regierungspräsidium in Kassel wegen erforderlicher Nachbesserungen in der Anlage einem Wiederanfahren den Riegel vorgeschoben.

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