Schwerverkehr zum Logistikzentrum Volkmarsen von Autobahn über B 450 lenken

Neuer Schub für Wetterburger Umgehungspläne?

Bad Arolsen/Volkmarsen.. - Die Pläne für die Wetterburger Ortsumgehung sollen vorangetrieben werden, um auch eine Entlastung den Schwerverkehr zum Logistikzentrum in Volkmarsen bieten zu können.

Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Bürgermeister Hartmut Linnekugel (Volkmarsen) und sein Bad Arolser Kollege Jürgen van der Horst wollen sich gemeinsam beim Land um die Realisierung des seit 50 Jahren anvisierten Projektes Umgehung Wetterburg bemühen, für die die Landestraße 3080 mit der Bahnlinie gebündelt und die Kreisstraße 7 ins Arolser Holz verlegt würde. Dies ist jedenfalls die seit zwei, drei Jahren favorisierte Trassenführung.

Dieser Schulterschluss wurde gestern Mittag im Trauzimmer des Volkmarser Rathauses demonstriert, nachdem das Land im Sommer erklärte, die Nordwest-Umgehung Volkmarsen nicht finanzieren zu wollen. Dieses Bauvorhaben war aber vor zwei Jahren als Kompromissvorschlag vom Kreis in die Diskussion über die erste Logistikhalle in Volkmarsen gebracht worden. Und die Ausicht auf eine Entlastung der Kernstadt vom Schwerverkehr zu der Halle für Fahrzeugteile hat dazu geführt, dass ein Bürgerentscheid zur Verhinderung der Logistikhalle abgeblasen wurde. Nun liegt bereits das Baurecht für die Erweiterung des Gewerbegebietes für ein noch größeres Logistikgebäude vor. Und wieder ist ein Bürgerbegehren geplant, um nun das neuerlich geplante Logistikgebäude zu verhindern.

Die Diskussion der vergangenen Wochen führt nun dazu, das Projekt Wetterburg voranzutreiben, für dessen Realisierung größere Chancen bestehen: So hat das Land bereits den Planungsauftrag gegeben und hat der Kreis sein Ineresse geäußert die Kreisstraße 7 aus der Ortsdurchfahrt zu verlagern. Derzeit wird eine Linienführung durch das Arolser Holz favorisiert, die an die alte B 450 angebunden würde. "Es sind noch viele Gesprächezu führen", räumte Bürgermeister van der Horst ein. Allerdings solle umgehend mit dem Land über den Bau der Umfahrung verhandelt werden.

Die Volkswagen AG und Rudolph Logistik als Nutzer des Logistikzenrums Volkmarsen haben schon signalisiert, dass sie neue Verkehrsanbindung akzeptieren würden und bereit wären, die Spediteure verpflichten würden, diese Anbindung zu nutzen: Demnach würden die Lastwagen von der Autobahnanschlussstelle Zierenberg abfahren auf die B 252 und die B 450 und dann über die Umgehungsraße Wetterburg zum Gewerbegebiet an der Arolser Straße fahren und umgekehrt. Die Trasse wäre kürzer und die Fahrzeitbar wäre ähnlich, sagte Erster Kreisbeigeordneter Deutschendorf. Der Vorteil: Keine Ortsdurchfahrt würde durchfahren - wenn die Umgehung Wetterburg gebaut wird.

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