Fahrzeugübergabe im DRK-Stützpunkt in Rhoden

Neues Auto für "Helfer vor Ort"

Diemelstadt-Rhoden - In zehn Minuten soll der Rettungswagen beim Notfall ankommen – eine nicht immer leicht einzuhaltende Frist. Deshalb engagiert der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes ehrenamtliche „Helfer vor Ort“: In fünf bis sechs Minuten könnten sie ankommen, erklärt Geschäftsführer Gerd Brückmann. Die Gruppe in Diemelstadt hat dazu gestern ein neues Fahrzeug und zusätzliche Ausrüstung erhalten.

Während die Helfer gelegentlich mit ihren Privatfahrzeugen anrücken, solle das nicht der Normalfall sein. In Rhoden stand für sie bislang ein VW-Bus bereit – langsam, für die zwei bis drei Helfer viel zu groß und des nachts „eine graue Maus am Straßenrand“, wie Kreisbereitschaftsleiter Michael Bradtke erklärt. Die neu angeschaffte Mercedes A-Klasse erfülle die Bedürfnisse besser – dass die schwarze Farbe des gebrauchten Fahrzeugs aus Bremen ungewohnt ist, sei da unproblematisch. Zur bestehenden Ausrüstung für erste Notfallmaßnahmen kommen neue Notfallrucksäcke und automatische externe Defibrillatoren hinzu. Daneben rücken die Helfer mit Sauerstoff und einem auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichteten Koffer aus. Zusammen mit der Funkausstattung und dem Autokauf belaufen die Kosten sich auf knapp 4000 Euro. Öffentliche Gelder gab es nicht. Die Diemelstädter „Helfer vor Ort“ sind im September nach Vöhl und Lichtenfels als dritte Gruppe im Kreisverband gegründet worden, zusammen mit der DRK-Bereitschaft in Rhoden. Seitdem waren sie häufig im Einsatz: 50-mal rückten sie aus, in der Regel zu Einsätzen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen. „Da kommt es auf jede Minte an“, sagt Brückmann. Ebenso zur Stelle waren sie bei drei Verkehrsunfällen und als beim Rhoder Kram- und Viehmarkt ein Mädchen aus einem Fahrgeschäft stürzte.Während nahe Bad Arolsen der Rettungswagen schneller ankommt als die Helfer, geht ihr Einsatzgebiet gelegentlich über Nordwaldeck hinaus: Auch im Hochsauerlandkreis und in Höxter leisten sie Unterstützung. „Grenzen sind für Notfälle nicht relevant“, erklärt Brückmann. „Wir sind 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag bereit“, erläutert Bereitschaftsleiter Jörg Zörb. Wie vier seiner Kollegen von der DRK-Bereitschaft Rhoden ist er Mitglied der Gruppe. Die anderen fünf „Helfer vor Ort“ stammen von der Feuerwehr Rhoden. Dabei sind etwa Rettungs- und Feuerwehrsanitäter oder Krankenschwestern: „Alle gut in Erster Hilfe ausgebildet“, sagt Zörbs Amtskollege Ingo Wittenborn. Wer dazustoßen wolle, erhalte die nötige Ausbildung.(wf)

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