Bad Arolser Diskothek öffnet dauerhaft

Neues Konzept fürs Sunset - Anfang April geht’s los

Die Diskothek „Sunset“ (Sonnenuntergang) geht einem neuen Sonnenaufgang entgegen. Fotos: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Die Resonanz auf die drei Test-Veranstaltungen zu Weihnachten und Silvester war gigantisch. Der Bedarf ist offensichtlich vorhanden. Deshalb will Kevin Weidenbach das Projekt wagen und die Diskothek Sunset wieder eröffnen.

Als Marina und Andreas Brauer im vergangenen Sommer entschieden, ihren Pachtvertrag für die Diskothek in der Großen Allee nicht mehr zu verlängern, und stattdessen den Platzhirsch in der Schlossstraße eröffneten, schien für Bad Arolsen eine Ära zu Ende zu gehen. Eines der wenigen attraktiven Freizeitangebote für junge Leute in der Region wurde geschlossen.

Diese Lücke will nun Kevin Weidenbach schließen. Der 24-jährige Groß- und Einzelhandelskaufmann aus Rhoden hat sich vorgenommen, das Sunset wieder zu einem Treffpunkt für junge Leute zu machen.

Mit klaren Vorstellungen, einem modernen Partykonzept und einem Team von Freun-den, die jahrelange Erfahrung aus der Gastronomiebranche mitbringen, will er ab Ende März, Anfang April wieder regelmäßige Öffnungszeiten freitags, samstags und vor Feiertagen einführen.

Außerdem kann sich der junge Mann, der am Montag den fünfjährigen Pachtvertrag für das Sunset unterschrieben hat, vorstellen, die Partyräumlichkeiten auch für Firmen- und Vereinsfeiern während der Woche zur Verfügung zu stellen.

VIP-Lounge geplant

Die Zeit bis zur Neueröff-nung will Weidenbach für eine Reihe kleinerer Umbauarbeiten nutzen. Vor allem soll im Bereich des Biergartens ein Wintergarten entstehen, der dann als Raucherlounge genutzt werden kann.

Die bisher als Raucherraum genutzte Empore soll zu einer zweiten Partyfläche mit eigener Tanzfläche umgestaltet werden.

Im großen Saal sind vor allem Veränderungen an der Bühne geplant. Das Geländer soll abmontiert und die Bühne mit einer mobile Auflage erhöht werden. Hier soll eine Art VIP-Lounge entstehen, die für Geburtstage und andere Feiern vermietet werden kann. Weidenbach stellt sich vor, dass Geburtstagsgäste mit besonderen Armbändern kenntlich gemacht werden und dann von eigenen Kellnern mit Getränkenachschub versorgt werden .

Der Bühnenaufsatz wird demontierbar sein, so dass etwa bei Konzerten eine passende Auftrittsmöglichkeit für Künstler geschaffen werden kann.

Das Getränkeangebot wird um frische Cocktails ergänzt außerdem soll der Verkauf von Flaschen fortgeführt werden, allerdings nicht mit teuren Liter-Flaschen, sondern günsti-geren Halb-Liter-Flaschen.

Völlig umgekrempelt wird das Bezahlsystem: Statt der acht verschiedenen Kassen in der Vergangenheit soll es künf-tig nur zwei Kassen geben, an denen die Bezahlkarten mit dem altbewährten Knips-System abgerechnet werden.

Seine musikalischen Vorstellungen umreißt Weidenbach so: Es werden die Mainstream-Charts gespielt, außerdem Dance, House und Black-Beats. Außerdem kann sich der künftige Disko-Betreiber auch Mottopartys im kleinen Rahmen vorstellen.

Gema-Moratorium

Weidenbach: „Freitags werden musikalisch eher die 18- bis 25-Jährigen angesprochen, samstags die 25- bis 40-Jährigen.“

Die in den vergangenen Monaten so heftig diskutierten Gema-Gebühren für die Musik-Abspielrechte stellen derzeit keine große Hürde mehr dar, weil die Diskothekenbetreiber bundesweit ein Moratorium mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) aushandeln konnten: 2013 bleibt es bei den bisherigen Gebührensätzen. Ab 2014 wird es eine neue Regelung geben.

Zurückblickend auf die drei Disko-Feten, die Weihnachten und Silvester im Sunset stattgefunden haben und zeitweise mehr als 1000 Besucher in die Disko führten, stellt Weidenbach fest: „Heiligabend ist nicht alles rund gelaufen, weil die Security bei den wenigen Gästen, die auf Streit aus waren, nicht konsequent genug durchgegriffen hat. Aus diesen Fehlern haben wir schon am ersten Weihnachtsfeiertag und bei der Silvesterfete gelernt, so dass bei diesen Veranstaltungen schon vieles besser gelaufen ist. Da herrschte eine richtig gute Stimmung.“

So und noch besser soll es auch künftig laufen: „Wir haben die Feuerprobe bestanden. Viele, die in der Testphase geholfen haben, wollen weitermachen. Weitere werden hinzukommen.“ Ende März, Anfang April geht‘s los.

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