Vertrag über Zweckverband der evangelischen Kindertagesstätten unterzeichnet

Offen mit kirchlichem Profil

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Das Vertragswerk über den Betrieb der Kindertagesstätten der Stadt Volkmarsen und des Familienzentrums in der Kernstadt ure getsern im Rathaus unterzuecihnet. Unser Bild zeigt (vorne, v.l.): Bürgermeister Hartmut Linnekugel, Pfarrerin Susanna Ristow, Kirc

Volkmarsen - Das Vertragswerk über die Bildung eines Zweckverbands evangelische Kindertagestätten Volkmarsen ist gestern im Rathaus unterzeichnet worden.

Seit dem 1. August sind die drei städtischen Kindergärten in Volkmarsen, Külte und Ehringen mit den rund 160 Jungen und Mädchen in kirchlicher Trägerschaft. Zuvor hatte das DRK die Regie geführt - bis die Zusammenarbeit von den städtischen Gremien aufgekündigt wurde.

Zusammen mit den Kindertagesstätten wird auch das Familienzentrum am Stadtbruch von dem Zweckverband mitbetreut - dort muss erst mal ein neues, differenziertes Angebot - von der Beratung über pädagogische Angebote bis zur Nachmittagsbetreuung - konzipiert und organisiert werden. Ziel ist es, täglich zu festen Zeiten Angebote zu unterbreiten, wie Pfarrerin Susanna Ristow, Vorstandsvorsitzende des Zweckverbandes erklärte. Kooperationspartner wird das Bathildisheim sein, das erst in diesem Sommer eine Außenwohngruppe eröffnete.

Familienzentrum

Das Familienzentrum wird zum Teil vom ehedem städtischen Kindergarten für die Betreuung mitgenutzt. Schließlich muss sich der Zweckverband auch mit einer Differenzierung nach Kinder über und unter drei beziehungsweise zwei Jahren befassen und die Kapazitäten dafür bereithalten.

Die Tagesstätten seien offen für Familien jeder religiösen Bindung, sagte Pfarrerin Ristow. Dennoch werde die Kirche mit ihrem Profil und ihrem Menschenbild hineinwirken in die Kindergärten, „was nicht unbedingt dazu führen muss, dass morgens ein Gebet gesprochen werden muss.“ Schließlich solle das von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck das Projekt Singpaten verwirklicht werden, weitere ehrenamtliche „Paten“ sollen für Vorlesezeiten gewonnen werden. Nicht zuletzt soll die Kirche die laufende Fortbildung der Erzieherinnen und damit die hohe pädagogische Qualität der Betreuung sicherstellen.

An der Spitze

Die Pfarrerin steht zusammen mit dem Volkmarser Kirchenvorstandsmitglied Susanne Buxan an der Spitze des Vorstands. Die Geschäftsführung hat Delia Enderlein vom Kirchenkreisamt übernommen.

Bürgermeister Hartmut Linnekugel unterstrich, dass sich der Trägerwechsel transparent vollzogen habe: „Wir könnten sogar den Vertrag über den Zweckverband ans Schwarze Brett h#ängen“, stellte er vor der gestrigen Unterzeichnung scherzhaft fest. Die Stadt sei weiterhin in der Pflicht: Mit 93 Prozent trägt sie neben den sieben Prozent der Kirche das Defizit der Kindertagesstätten. (ah)

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