Häkelkreis der Baptistengemeinde nutzt Handarbeitserlös für Bedürftige

Oma-Quadrate für guten Zweck

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Sie haben viel Spaß beim Häkeln für den guten Zweck: v.l. Ralf Schneider, Ute Schneider, Dorothea Böhringer, Heike Schwich und Ramize Selmani. Beim Fototermin nicht dabei: Eva Stuckenberg. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Gemeinsames Häkeln ist nicht nur Ausdruck von Gemütlichkeit und ein Hort der Kommunikation, sondern kann auch ein aktiver Beitrag zur Linderung von privater Not sein.

Die Terrasse von Ute und Ralf Schneider ist in den Sommermonaten Treffpunkt häkelbegeisterter Baptisten, die sich vorgenommen haben, anderen mit ihrer Freizeitbeschäftigung zu helfen.

Einmal pro Woche sitzen sie zusammen und häkeln kleine bunte Quadrate, die zunächst gesammelt und dann fantasievoll zu einer großen Decke zusammengehäkelt werden. Die bunten Decken können entweder als Babydecke oder als Tagesdecke fürs Bett verwendet werden.

In Amerika heißt diese Art handgearbeiteter Decken Granny-Square, was man mit Omas-Quadrate-Decke übersetzen könnte.

Der Häkelkreis um Ute Schneider bietet die fertigen Decken im Ella&Bo-Laden zum Verkauf an. Etwa einen Euro kostet die fertige Decke je verarbeitetes Quadrat. Bei großen Tagesdecken kommen so leicht 200 Euro ­zusammen, die zu 100 Prozent für den guten Zweck bestimmt sind. „Das ist nicht zu viel“, bekräftigt Heike Schwich. „Schließlich ist jede Decke ein Unikat. Und da steckt eine Menge Arbeit drin.“ Vor allem aber sei das Geld für einen guten Zweck bestimmt.

„Wir wollen, dass das Geld in Bad Arolsen bleibt. Es gibt schon genug Hilfsorganisationen, die zur Linderung von Katastrophen in aller Welt sammeln, aber es gibt auch genügend Not in unserer Stadt. Da wollen wir Baptisten helfen.“ Die Baptisten vermitteln die Hilfe, die in der Regel aus Sachspenden besteht.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann dies auf dreierlei Weise tun. Zum einen wird immer Wolle benötigt, die jederzeit bei Ella&Bo abgegeben werden kann. Dann werden natürlich auch Käufer für die fertigen Decken gesucht. Schließlich aber sind alle, die gerne häkeln, eingeladen, sich dem lockeren Kreis anzuschließen.

„Wir haben immer viel Spaß zusammen. Hier wird geklönt und Kaffee getrunken“, erzählt Ute Schneider. Mit Blick auf ihren Mann Ralf bekräftigt sie, dass das Häkeln nicht nur für Frauen geeignet sei. Ralf Schneider schlägt sich ganz beachtlich in der ansonsten von Frauen dominierten Häkelgruppe. (es)

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