Ortstermin am Strandbad macht deutlich, was noch gebaut werden könnte

Worte beflügeln Fantasie

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Ortstermin des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung am Strandbad. Es geht um einen sogenannte Seebrücke und Aussichtsplattform sowie um einen Bootssteg an der DLRG-Station. Geschätzte Baukosten insgesamt: 250 000 Euro.

Wetterburg. Worte beflügeln die Fantasie. Und kleine Nuancen in der Wortwahl können dazu führen, dass sich die Vorstellungskraft verselbstständigt.

So war es auch im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung, als über zusätzliche Investitionen am neuen Strandbad nachgedacht wurde.

Unerwartet gibt es im Förderprogramm „Stadtumbau Nordwaldeck“ noch nicht verausgabte Restmittel, die jetzt zur Abrundung des Strandbadprojektes verwendet werden können. Im Rathaus und im Planungsbüro ließ man sich das nicht zweimal sagen und präsentierte im Ausschuss die Pläne für eine Seebrücke und eine Aussichtsplattform. Und schon machten sich die Gedanken selbstständig.

Nach einer kontroversen Debatte, in die sich auch der Ortsbeirat und das Magistratsmitglied Udo Jost einschalteten, entschied Bürgermeister Jürgen van der Horst, dass ein Ortstermin nötig sei, um alle Unklarheiten zu beseitigen.

Vor Ort wurde dann am Dienstagabend klar: Die Seebrücke ist ein besser Steg und die Aussichtplattform nur ein kleiner Weg am Hang unterhalb von Clubhaus und Abschlagsübungsgelände am Golfplatz. Hier könnte eine Sitzbank aufgestellt werden, von der aus sich an sonnigen Tagen der Blick über den See genießen ließe.

 Der Steg soll am Ende des im vergangenen Jahr gebauten Serpentinenweges am Strandbad entstehen und 35 Meter in den See führen. Die Serpentinen sind bekanntlich als barrierefreier Zugang zum Sandstrand gedacht. Hier können sowohl Eltern mit Kinderwagen als auch Rollstuhlfahrer bequem bis ans Ufer gelangen.

Damit Rollstuhlfahrer künftig auch eine Chance haben, ins Wasser zu gelangen, schlägt Oberst a.D. Jürgen Damm von der Initiative barrierefreies Leben in Bad Arolsen vor, eine Betonplattform zu schaffen, die ins Wasser führt. Eine Haltevorrichtung im Wasser soll quasi als Parkfläche für einen wasserfesten Rollstuhl dienen, der am Strandbad auszuleihen wäre. 

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