Bad Arolsen

Patenschaft für Tschernobyl-Opfer

- Bad Arolsen. Seit vier Jahrzehnten ist der Bad Arolser Fritz Schubert der Familie des Mitbegründers der Städtepartnerschaft mit Heusden-Zolder, Josef Smets, freundschaftlich verbunden. Dessen Tochter Joelle Vandecruys-Smets hat gemeinsam mit Ehemann Ludo die Patenschaft für ein Mädchen aus der Grenzregion um Tschernobyl übernommen.

Das ist mittlerweile sechzehn Jahre her. Gemeinsam mit der inzwischen 25-jährigen Yuliya Kugaeva hat die Familie Fritz Schubert über die Viehmarkttage einen Besuch abgestattet. Für die aus der Stadt Gomel in Belarus (Weißrussland) stammende Yuliya Kugaeva ist es der erste Besuch in Deutschland. Im Jahr 1986, als sie zwei Jahre alt war, kam es zum Super-GAU im rund 100 Kilometer von ihrer Heimatstadt entfernten Atomkraftwerk Tschernobyl. Hilfsorganisationen wie die belgische OKIN (Opvang Kinderen in Nood) gründeten sich, um insbesondere den Kindern in den besonders betroffenen Regionen zu helfen. Doch erst Jahre später, erzählt Yuliya, durften Kinder aus Weißrussland ausreisen und sich bei Patenfamilien in Westeuropa erholen. Mit neun Jahren verbrachte Yuliya auf Vermittlung von OKIN zum ersten Mal einen Ferienmonat bei Familie Vandecruys-Smets in Sint-Truiden (Limburg), ihren „zweiten Eltern“, wie sie sie lächelnd nennt.

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